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Schmäh für Goldman Sachs und Shell

Die globalisierungskritische Organisation "Erklärung von Bern" und die Umweltorganisation Greenpeace haben die "übelsten Unternehmen des Jahres" gekührt. Die beiden "Public Eye Award" genannten Negativpreise wurden am Donnerstag in direkter Nachbarschaft zum glamourösen Weltwirtschaftsforum in Davos verliehen. Der Publikumspreis schmäht den britisch-niederländischen Ölkonzern Shell für seine "besonders kontroversen, risikoreichen und schmutzigen Ölförderprojekte" insbesondere im Nordpolarmeer. Damit gefährde Shell "eines der letzten Naturparadiese der Erde" und den Lebensraum von Millionen Menschen. Die Ölbohrungen in der Arktis seien ein "unsinniges, hochriskantes Projekt", kritisierte Greenpeace-Chef Kumi Naidoo. 


Der Publikumspreis schmäht Shell für die riskanten Ölbohrungen in der Arktis – den Preis der Jury verdiente sich Goldman Sachs als "Hauptgewinner der Finanzkrise". (Bild: Public Eye Award)  

Der Preis der Jury ging an Goldman Sachs, weil die Bank "die Profite von wenigen mit explodierender Ungleichheit und der Verarmung breiter Schichten" erwirtschafte. Die Bank sei "einer der Hauptgewinner der Finanzkrise", erklärte der Juryvorsitzende Michael Baumgartner. Mit Buchungstricks und gegen hohe Honorare habe Goldman Sachs das wahre Ausmaß der Staatsschulden Griechenlands verschleiert. Die US-Bank sei daher mitverantwortlich für die Beinahe-Pleite des Euro-Staates sowie für die EU-Staatsschuldenkrise.

Darüber hinaus prangerte die Jury das "undurchsichtige, weltweit einzigartige Netz an Verbündeten in höchsten Positionen" an, auf das sich die Bank stützen könne. Viele Ex-Banker seien heute in der Politik und in internationalen Organisationen tätig, etwa der italienische Ministerpräsident Mario Monti und der ehemalige US-Finanzminister Henry Pauson sowie EZB-Präsident Mario Draghi.

Im vergangenen Jahr war der Public Eye Award an den britischen Bankkonzern Barclays und den brasilianische Minenkonzern Vale "verliehen" worden. Im Jahr davor ging er an Nestlé wegen der Urwaldzerstörung

klimaretter.info/dec


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