Tatort Maisfeld im Kino
Harter Titel und harter Tobak, auch wenn es um Mais geht. Der Filmemacher Ulrich Eichelmann will mit seinem Film "Climate Crimes – Umweltverbrechen im Namen des Klimaschutzes" belegen, dass Brandenburg auf dem Weg zu einer eintönigen Landschaft sei. Der Mais für die vielen Biogasanlagen veröde durch den Anbau in Monokulturen nicht nur die Landschaft, er zerstöre auch die Artenvielfalt. Eichelmann, Regisseur und Naturschützer, spricht von einer Entwicklung zu "ökologischen Wüsten". Er sagt rundheraus, dass Biogas aus Mais verboten gehöre. Eichelmanns Debütfilm zeigt, dass Umweltsünden für Biokraftstoffe nicht nur im fernen Brasilien oder Indonesien stattfinden, sondern auch direkt vor unserer Haustür – einschließlich der Vermaisung und Zerstörung des Biosphärenreservats Schorfheide-Chorin. Und das "im Namen des Klimaschutzes mit grünen Zertifikaten", wie der Filmemacher hervorhebt.

Mais: Sieht schön grün aus, duldet aber kaum andere Arten neben sich. (Foto: Schulze von Glaßer)
Vorab erklärte Eichelmann im Interview mit der Berliner Zeitung, dass Brandenburg exemplarisch für viele Regionen Deutschlands stehe, denn die Fläche für den Anbau von Energiepflanzen nahm zuletzt bundesweit jährlich um 200.000 Hektar zu. Der Roggen- und auch Kartoffelanbau ging hingegen enorm zurück. Die Bauern, die mit Energiepflanzen mehr einnehmen können als mit Nahrungspflanzen, sehen das anders: Holger Brantsch vom Landesbauernverband sagte der Berliner Zeitung, von Monokulturen könne keine Rede sein. Nur 16 Prozent der Anbaufläche in Brandenburg werde für Mais benutzt, erst bei 25 Prozent würde es problematisch werden. Auch würden Fruchtfolgen eingehalten – damit seien dies keine Monokulturen.
Der Film läuft am Donnerstag im Kino Thalia in Potsdam-Babelsberg und am 29. Januar im Kino Hackesche Höfe, Berlin-Mitte – jeweils um 20 Uhr in Anwesenheit des Regisseurs sowie des BUND-Vorsitzenden Hubert Weiger.
klimaretter.info/vana
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Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz: EEG-Förderung habe zu "katastrophalem Wildwuchs" geführt
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Versuche zeigen: Biogas aus Wildpflanzen ist wirtschaftlich genau so attraktiv wie Biogas aus Mais - setzen sich die Pflanzenmischungen durch, dürfte das Image der Energie vom Acker davon erheblich profitieren.
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft fordert, die Benachteiligung von Kleegras und Luzerne bei der Vergütung von Biogas aufzuheben
Das Bundesamt für Naturschutz warnt vor anhaltendem Verlust von Grünland in Deutschland
Agrosprit-Boom in den USA wandelt Prärie im Rekordtempo zu Mais-Monokulturen um. Intakte Ökosysteme sind klimawandeltauglicher
Mais ist in Mexiko Grundnahrungsmittel wird immer teuerer. Dennoch wollte die Regierung auch die Produktion von Agrosprit aus Mais vorantreiben - eine entsprechende Gesetzesreform ist jedoch vorerst gescheitert. Aus Mexiko-Stadt Daniela Pastrana
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Noch immer gibt es keine Einigung zum umstrittenen CCS-Gesetz: Bundeskanzlerin Angela Merkel macht Druck und will einen neuen Vorschlag. Umweltschützer warnen unterdessen mit einem geologischen Gutachten vor "enormen Risiken" der CO2-Einlagerung.
SPD und Bündnisgrüne werden sich am Donnerstag erstmals mit der Linksfraktion in Nordrhein-Westfalen treffen, um ein rot-grün-rotes Bündnis zu sondieren. Einer der Knackpunkte könnte dabei die Energiepolitik werden: Die Linke hat in ihrem Wahlprogramm versprochen, die großen Energiekonzerne im Falle einer Regierungsbeteiligung zu enteignen. wir-klimaretter.de sprach mit Dorothée Menzner, der energiepolitischen Sprecherin der linken Bundestagsfraktion.
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