Abstimmung: 110-mal Klimaschutz
Bis zum Jahr 2020 will Baden-Württemberg seine Treibhausgasemissionen um ein Viertel unter den Wert aus dem Jahr 1990 reduzieren. Insgesamt 110 Maßnahmen sollen dabei helfen. Aufgelistet werden diese im Arbeitsentwurf zum integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept, über den nun von den Bürgern des Landes abgestimmt werden soll. Noch bis zum 1. Februar können Interessierte im Internet die Projekte bewerten. Die Online-Befragung ist Teil der Bürger- und Öffentlichkeitsbeteiligung zum neuen Klimaschutz-Konzept der grün-roten Landesregierung.

Energiewende auch im Schwarzwald: Bislang sind Windräder hier eine Seltenheit. (Foto: Ulf Bossel/BEE)
In der Umfrage heißt es beispielsweise: "M30: Demonstrationsprojekte zu Biogasanlagen mit Reststoffen". Die Befragten sollen auf einer Skala von -4 bis +4 bewerten, ob dies eine sinnvolle Idee ist. Weiter geht es mit "M102. Vermarktung von Windenergiestandorten im Staatswald" oder "M24. Photovoltaik auf Landesgebäuden" – Baden-Württemberg hat allein 43.000 Quadratmeter landeseigene Dachfläche, auf die Solarkraftwerke montiert werden könnten. Noch stehe keine einzige der 110 Maßnahmen endgültig fest, heißt es im Ministerium.
Bevor der Arbeitsentwurf in den weiteren politischen Prozess eingeht, soll er zunächst von Verbänden sowie Bürgerinnen und Bürgern unter die Lupe genommen werden. An vier sogenannten Bürgertischen sollen besonders wichtige Themen wie Stromversorgung, private Haushalte und Verkehr diskutiert werden. Die moderierten Bürgertische finden in Ravensburg, Freiburg, Waiblingen und Heidelberg statt – je einer in jedem Regierungsbezirk. Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller (Bündnis 90 / Die Grünen) betonte: "Die Ziele unserer Klimaschutz- und Energiepolitik haben wir vorgegeben – wie wir sie erreichen, wollen wir in den nächsten Monaten intensiv und auf breiter Basis mit den Bürgerinnen und Bürgern des Landes und mit Verbänden, Organisationen und Institutionen diskutieren."
klimaretter.info/reni
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