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Immer mehr Bürger-Solaranlagen

Zurzeit sind mehr als 80.000 Menschen in Deutschland an gemeinschaftlich betriebenen Anlagen zur regenerativen Strom- und Wärmeerzeugung beteiligt – den sogenannten Bürgeranlagen. Nach Erhebung des Deutschen Genossenschafts- und Raiffeisenverbandes handelt es sich dabei zu großen Teilen um Solaranlagen, an denen sich Bürger bereits mit kleinen Beträgen beteiligen können. Mancherorts gibt es die genossenschaftlichen Anteilsscheine bereits ab 250 Euro. Über 90 Prozent der Energiegenossenschaften betreiben Solaranlagen, da ihre Realisierung mit überschaubarem technischen und finanziellen Aufwand nahezu überall in Deutschland möglich ist.


Knopfdruck für den Betrieb einer Bürger-Solaranlage – hier im Lausitzer Kerkwitz. (Foto: Grüne Liega)

"Energiegenossenschaften werden zum Treiber der Energiewende. Sie bieten Bürgern einen idealen Rahmen, sich vor Ort für den Umbau der Energieversorgung zu engagieren und sie steigern damit die Akzeptanz für Energieprojekte in der Region", erklärte Eckhard Ott, Vorsitzender des Raiffeisenverbandes. Über 500 in den letzten Jahren neu gegründete Energiegenossenschaften haben zusammen bereits rund 800 Millionen Euro in erneuerbare Energien investiert.

Die Untersuchung zeigte: Für die Mitglieder von Energiegenossenschaften sind der Umweltschutz und der Ausbau erneuerbarer Energien sowie die Förderung regionaler Wertschöpfung deutlich wichtiger als die Rendite. Und diese Ziele werden auch erreicht: "Rein rechnerisch decken die Energiegenossenschaften mit ihrer Stromproduktion den Haushaltsbedarf ihrer Mitglieder vollständig ab", resümierte Ott. Die Agentur für Erneuerbare Energien geht davon aus, dass die Zahl der genossenschaftlich organisierten Bürgerkraftwerke weiter steigt. Im Bioenergiebereich seien viele Biogasanlagen oder Holzheizkraftwerke in der Hand der Bürger. Auch genossenschaftliche Bürgerwindparks seien im Kommen.

klimaretter.info/red

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