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Verfolgte Umweltorganisation in Paraguay

Seit über einem Jahr wird die Arbeit der paraguayischen Umwelt- und Menschenrechtsorganisation Iniciativa Amotocodie durch die Polizei beinahe vollständig lahmgelegt. Das berichtet der Hamburger Verein "Rettet den Regenwald". Die Regenwaldschützer fordern in einem Online-Protestbrief, Ermittlungsverfahren gegen die Organisation einzustellen.


Trockenwälder in der Region Chaco in Paraguay. (Foto: Ilosuna, Wikimedia Commons)

Das Büro von Iniciativa Amotocodie wurde vor einem Jahr von der Polizei durchsucht, Computer und Akten wurden beschlagnahmt und ein Ermittlungsverfahren gegen vier Mitarbeiter gestartet. Nach der Einschätzung von "Rettet den Regenwald" ist es der ermittelnden Staatsanwaltschaft bislang nicht gelungen, ausreichend Indizien für eine Anklage zu sammeln. Die Frist für die Untersuchungen wurde daher mehrfach verlängert.

"Rettet den Regenwald" fordert nun in einem Brief an den Präsidenten, den Generalstaatsanwalt und den Botschafter in Berlin, "die völlig unbegründeten Ermittlungen gegen die Initiativa Amotocodie und deren Mitarbeiter unverzüglich zu beenden." Der Brief kann online mitunterzeichnet werden.

Nach Angaben von "Rettet den Regenwald e.V." werden allein im der Region Chaco jeden Tag etwa 1.200 Hektar Tropenwald abgeholzt. Aus den Bäumen wird vor allem Grillkohle. Auch der Großteil der in Deutschland zum Grillen verwendeten Kohle stammt von dort. Die ehemaligen Waldflächen werden in Rinderweiden und Sojaplantagen umgewandelt.

klimaretter.info/tineh

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