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15.000 Stimmen gegen Mühleberg

Die Initiative "Mühleberg-vom-Netz" hat heute 15.480 beglaubigte Unterschriften an die Berner Kantonsregierung übergeben. Damit fordern sie den Kanton Bern auf, "sich endlich seiner Verantwortung als Hauptaktionär der BKW zu stellen und Mühleberg sofort stillzulegen". Der Schweizer Kanton Bern hält 52 Prozent des Aktienkapitals am Energiekonzern BKW, der das Atomkraftwerk Mühleberg betreibt. Die Initiatoren sagen, deshalb könne die Kantonsregierung jederzeit von der BKW-Spitze verlangen, das Werk abzuschalten.

Gegen das AKW Mühleberg - im Hintergrund der Kühlturm - wird in der Schweiz schon lange gekämpft. Hier eine Demo aus dem Jahr 2010. (Foto: Anita Huber)

Das will nun eine Volksinitiative erreichen, zu deren Zustandekommen im Kanton Bern 15.000 Unterschriften notwendig sind. Im Kanton Bern regiert ein rot-grüner Regierungsrat der zumindest verbal auch für die Abschaltung des Werks stimmt. Allerdings will er "einen geordneten Ausstieg unter Berücksichtigung ökonomischer und versorgungstechnischer Faktoren". Mühleberg ist eines der ältesten Atomkraftwerke in Europa, das immer noch am Netz ist. Der Siedewasserreaktor mit 355 Megawatt Leistung nahm 1972 seinen kommerziellen Betrieb auf. Ob die Anti-Atominitiative Erfolg haben wird, ist allerdings zweifelhaft: Im Februar 2011 hatte sich die Mehrheit der Berner in einem Volksentscheid für einen neuen Reaktor in Mühleberg entschieden. 2012 will der Bundesrat über den Neubau entscheiden, 2013 sollen alle Schweizer abstimmen.

Erst am Mittwoch hatte es einen Störfall in Mühleberg gegeben. Während eines Messvorgangs hatte sich der Reaktor selbst abgeschaltet. Auch in Frankreich kam es zu einer Schnellabschaltung: Wegen Problemen mit einem Wechselstromgenerator habe sich Reaktorblock 2  im ostfranzösischen Atomkraftwerk Cattenom in der Nacht zum Freitag automatisch abgeschaltet, erklärte der Atomkonzern EDF am Freitag.

klimaretter.info/reni
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