70.000 gegen Rösler
Das Kampagnennetzwerk Campact hat heute über 70.000 Unterschriften an Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) übergeben. Damit wenden sich die Unterzeichner gegen den Versuch von Bundeswirtschaftsminister Norbert Rösler (FDP), die geplante Energieeffizienzrichtlinie der EU zu blockieren. "Atomausstieg und Energiewende drohen zu scheitern, wenn Energie nicht endlich weit effizienter eingesetzt wird als bisher", sagte Campact-Geschäftsführer Christoph Bautz.

Campact-Protest gegen Wirtschaftsminister Rösler (FDP) in der vergangenen Woche. (Foto: Reimer)
Dazu brauche es verbindliche Maßnahmen. Setze sich Rösler durch, "würde eines der wichtigsten Projekte der Energiewende auf Jahre ausgebremst". Röttgen dürfe nicht vor Rösler einknicken, sagte Bautz weiter. Der FDP-Minister lehnt verbindliche Effizienzziele, wie sie die EU verlangt, ab.
Bereits am letzten Donnerstag hatten Campact-Aktivisten vor einem Auftritt des Bundeswirtschaftsministers auf der Konferenz aus der Konferenz "E-Energy beschleunigt die Energiewende" in Berlin demonstriert. Dabei zertrümmerte ein Aktivist mit überdimensionaler Rösler-Maske Dämmstoffpakete mit einem großen Hammer. Gleichzeitig demonstrierten Menschen mit Schildern dagegen.
klimaretter.info/mare
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 11 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Statt jetzt endlich mit verbindlichen Vorgaben in die Effizienztechnologie einzusteigen, hat die Regierung de facto jedwede Effizienzvorgaben aufgegeben, sagt Martin Bornholdt, Geschäftsführer der "Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz" im Interview mit klimaretter.info. Das Management der Energiewende durch die gelb-schwarze Regierung sei dilettantisch.
Die Organisation Campact fordert, dass Deutschland sich nicht weiter gegen Effizienzvorgaben der EU sperrt
Am Dienstag treffen sich in Brüssel die europäischen Energieminister zu Beratungen über die Energieeffizienz-Richtlinie. Deutschland allerdings weiß noch immer nicht, was es will. Seit Monaten diskutieren Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP), wie verbindlich die Vorgaben der Richtinie sein dürfen.
Die beschlossene Senkung der Solarförderung soll die Energiewende voranbringen, sagen Umwelt- und Wirtschaftsminister - und zwar schon ab März
Lautstarke Proteste gegen die angestrebte Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Stefan Mappus hält die bundesdeutsche Atompolitik für eine "grandiose Fehlleistung". Der Rückbau der Atomkraftwerke kostet den Bund über Jahrzehnte hinaus mehrere Milliarden Euro
Online-Netzwerk Campact will mit seiner Aktion in Krümmel Daten zu einer möglichen radioaktiven Verseuchung sammeln. Am Montag jährt sich der Trafobrand im Akw zum dritten Mal
Hunderte Menschen demonstrierten vor dem Kanzleramt gegen die geplante Atom-Laufzeitverlängerung. Drinnen diskutiert Angela Merkel mit ihren Ministern und den Spitzen von Union und FDP. Das Ergebnis: AKW-Laufzeiten werden um bis zu 14 Jahre verlängert. SPD-Parteichef Sigmar Gabriel kündigte an, Merkels Atom-Entscheidung in der nächsten rot-grünen Regierung rückgängig zu machen.
Bundeskabinett beschließt Atomausstieg. Eingebracht wurde auch die Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Kritik: Große Kraftwerksbetreiber werden stärker gefördert als kleine.
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) und der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) haben sich auf einen neuen Kürzungsvorschlag für die Photovoltaikförderung geeinigt. Die EEG-Zuschüsse sollen zukünftig in monatlichen oder vierteljährlichen Abständen sinken. Es könnte die letzte Trumpfkarte sein, um den Druck der Erneuerbaren-Gegner aus den Regierungsfraktionen abzuwehren. Schuld am schlechten Standing der Branche ist auch: sie selbst.
Schwarz-gelbes Energiekonzept: Nicht nur bei den Akw-Laufzeiten unterlag Norbert Röttgen gegen Wirtschaftsminister Rainer Brüderle - eine ganze Reihe konkreter und sinnvoller Klimaschutzvorschläge von Fachleuten des Umweltministeriums blieb beim regierungsinternen Tauziehen auf der Strecke.
Bei ihrem Treffen in Brüssel können sich die EU-Umweltminister weder auf eine "Roadmap Ressourceneffizienz" noch auf einen ökologisch sinnvollen Umgang mit Teersanden einigen. Für die Unternehmen, heißt es, sei dies zu aufwendig. Auch Norbert Röttgen hat noch keine "abschließende Meinung".
Die EU-Kommission rudert beim Energiesparen zurück - nach Druck vor allem aus Deutschland. FDP-Wirtschaftsminister Philipp Rösler hatte die Pläne als "zu teuer" bezeichnet.
Von Johanna Treblin
Erst sollte mit dem Energiekonzept der Nullemissionen-Standard für Gebäude eingeführt werden, dann wurden die Mittel für die Gebäudesanierung immer weiter zusammengestrichen: In der Anhörung im Bau-Ausschuss kritisieren Experten die Pläne als wirtschaftshemmend.
Zwei Wochen hatten die Umweltverbände den Spitzenkandidaten in Nordrhein-Westfalen Zeit gegeben, um sich ihre Antwort auf ein zentrales Wahlkampfthema sorgfältig zu überlegen: "Wie halten Sie es mit Datteln, liebe/r Spitzenkandidat/in?" Nun liegen die Antworten vor und der Wähler ist aufgerufen, die teils widersprüchlichen Botschaften zu deuten.


