Die Schlimmsten: Barclays und Vale
Die Schweizer Sektion von Greenpeace hat heute zusammen mit der NGO "Erklärung von Bern" am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos den Public Eye Award verliehen. Mit dem Schmähpreis werden Unternehmen ausgezeichnet, die sich im vergangenen Jahr die "schlimmsten Verstöße gegen Umwelt- und Menschenrechte" geleistet haben. Der britische Bankkonzern Barclays erhielt den Public Eye Award nach Angaben der Jury für Spekulationen mit Nahrungsmitteln. Mit diesen Praktiken treibe die Großbank die Nahrungsmittelpreise auf Kosten der Ärmsten in die Höhe.

Die Kampagne arbeitet zwar mit satirischen Elementen (siehe die Webseite), bei der Preisverleihung im letzten Jahr waren die Mienen aber so ernst wie das Thema. (Foto: publiceye.ch)
Der brasilianische Minenkonzern Vale bekam den Publikumspreis. Als weltweit zweitgrößter Minenkonzern sei er seit Jahrzehnten für Menschenrechtsverletzungen und rücksichtslose Naturausbeutung verantwortlich. Derzeit beteilige sich Vale am Bau des Belo-Monte-Staudamms im Amazonasgebiet, der voraussichtlich 40.000 Zwangsumsiedlungen zur Folge habe.
Vale bekam in der Internet-Abstimmung gut 25.000 Stimmen, dicht gefolgt von Tepco mit 24.245 Stimmen. Das japanische Unternehmen ist Betreiber der havarierten Atomkraftwerke von Fukushima. Der Schmähpreis wird seit dem Jahr 2000 verliehen. Als Hauptredner trat in diesem Jahr auf der Preisverleihung der US-Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger Joseph Stiglitz auf.
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