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„ausgeCO2hlt“ tritt gegen RWE an

Mahnwache zur 145. Braunkohlenausschuss-Sitzung der Bezirksregierung Köln: Etwa zwei Dutzend AktivistInnen der neuen Kampagne "ausgeCO2hlt" protestierten gestern in Grevenbroich gegen die RWE-Neubaupläne des Kohlekraftwerks in Niederaußem. Auch mehrere lokale Bürgerinitiativen waren mit Plakaten und Flyern präsent; die "Buirer für Buir" verteilten an die Ausschussmitglieder Adventskerzen mit der Botschaft "Lassen Sie dem Braunkohlenausschuss ein Licht aufgehen"! Im Verlauf der Sitzung selbst bekräftigten zahlreiche AktivistInnen ihre Forderung nach einem sofortigen Braunkohleausstieg. Als ein Vertreter von RWE begann, die Pläne für das neue "BoA plus"-Kraftwerk vorzustellen, wurden nach Angaben von "ausgeCO2hlt" von der GasthörerInnen-Empore Zwischenrufe und Sprechchöre wie "BoA plus – so ein Stuss" laut.


Mahnwache vor der 145. Braunkohlenausschuss-Sitzung der Bezirksregierung Köln. (Foto: ausgeCO2hlt)

Die Proteste zur Braunkohlenausschusssitzung waren die Auftaktaktion einer am vergangenen Wochenende neu gegründeten Anti-Braunkohle-Kampagne unter dem Namen "ausgeCO2hlt". Anknüpfend an die Klimacamps der vergangenen Jahre will die Kampagne Vernetzungsplattform für den Widerstand im rheinische Braunkohlerevier gegen die Pläne von RWE werden. "Wir halten die Energiepolitik von RWE für kriminell. Mit unserer Kampagne wollen wir unterschiedlichste Menschen im Widerstand gegen die Braunkohle zusammen bringen", sagt Rebekka Schlang, Mitbegründerin von "ausgeCO2hlt".

Das neue "Braunkohlekraftwerk mit optimierter Anlagentechnik" (BoA) in Neurath wird im ersten Quartal 2012 offiziell ans Netz gehen. Zeitgleich sollen alle alten 150-Megawatt-Blöcke in Frimmersdorf abgeschaltet werden. In fünf Jahren will RWE Power 1.000 Jobs abbauen. "Das Projekt ist deutlich teurer geworden", erläuterte Vorstandsvorsitzender Johannes Lambertz bei der Jahrespressekonferenz, wie die Neuß-Grevenbroicher Zeitung berichtet. Wie viel, dazu wollte Lambertz keine Angaben machen. 

klimaretter.info/reni

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