Zweifel an Stresstest für AKWs
Greenpeace-Aktivisten bezweifeln die Wirksamkeit der Stresstests für europäische Atomkraftwerke. Diese waren nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima von der EU beschlossen worden, um die Sicherheit von europäischen AKWs zu testen.
Dass sie nicht viel von den durchgeführten Stresstests halten, machten Greenpeace-Aktivisten gestern in Frankreich mit einer spektakulären Besetzungsaktion klar: Es gelang ihnen auf das Gelände der Atomanlage von Nogent-sur-Seine, südöstlich von Paris, zu gelangen. Dort hissten sie das Plakat: "Sichere Atomkraft gibt es nicht". Angeblich sollen laut der Tageszeitung Le Monde noch weitere Aktionen in anderen Atomanlagen geplant sein.

Facile! Einfach! Freenpeace-Aktivisten im Reaktor des AKW knapp 100 km von Paris (Foto: Greenpeace France)
Der Betreiber der Anlage von Nogent-sur-Seine hat nun angekündigt, die Sicherheit seines AKW zu verbessern. Die Greenpeace-Aktivisten kritisieren mit ihrer Aktion jedoch vor allem die einseitigen Stresstests der EU: Diese sehen nur eine Evaluation der AKWs auf die Sicherheit bei Naturkatastrophen (Stürme, Erdbeben), aber keinesfalls eine Prüfung im Fall von Hacker-Attacken oder terroristischen Angriffen vor.
Dagegen wehrt sich laut Le Monde aber vor allem die nationale Sicherheitsgebehörde ASN (l'Autorité de sûreté nucléaire), die es wiederum für unmöglich hält, derartige Tests durchzuführen - unter anderem, um keine sensiblen Daten an potenzielle Terroristen weiterzugeben.
klimaretter.info/sg
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