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3.900 Einwände gegen Welzow/Süd II

Gegen den von Vattenfall geplanten Braunkohletagebau Welzow-Süd II in Ostbrandenburg sind fast 4.000 förmliche Einwendungen erhoben worden. Die Umweltverbände Grüne Liga, BUND und Greenpeace übergaben am Mittwoch 2.736 Bürgereinsprüche an die zuständige Landesplanungsbehörde in Cottbus, weitere 1200 lägen dort bereits vor. Zu den Beschwerdeführern zählt auch der Ex-Tatort-Schauspieler und Theaterintendant Peter Sodann.


Protest gegen die Braunkohle-Aktivitäten des schwedischen Staatskonzerns Vattenfall beim diesjährigen Klimacamp   (Foto: Reimer)

Vattenfall plant in der Lausitz derzeit fünf neue Braunkohle-Tagebauvorhaben, Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) unterstützt die weitere Verstromung dieses klimaschädlichen Energieträgers ebenso wie Wirtschaftsminister Ralf Christoffers (Linkspartei). Allein Welzow-Süd II würde nach Angaben der Umweltverbände die Umsiedlung von mehr als 800 Menschen erfordern.

"Die Klimaziele Brandenburgs und Deutschlands sind nur mit einem Ausstieg aus der extrem klimaschädlichen Braunkohle zu erreichen", erklärte Anike Peters von Greenpeace. "Wenn Ministerpräsident Platzeck neue Tagebaue zulässt, trägt er nicht nur die Verantwortung für die Abbaggerung ganzer Dörfer, sondern auch eine Mitschuld an den Folgen der Klimaerwärmung in anderen Ländern."

Vor wenigen Wochen hatten auf Einladung von Greenpeace und Oxfam drei "Klimazeuginnen" aus Afrika und Asien am Standort des Kraftwerks Jänschwalde von den bereits spürbaren Folgen der Erderwärmung berichtet.

klimaretter.info/alf

 

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