Global für Klimagerechtigkeit
Vom 12. bis 16. Oktober finden weltweit Aktionen für Klimagerechtigkeit statt - ausgerufen von indigenen Bewegungen in Amerika und dem Netzwerk Climate Justice Action. Höhepunkt hierzulande soll eine Aktion im rheinischen Braunkohlerevier werden.
Der 12. Oktober - der "Kolumbustag" - wurde ursprünglich von Mitgliedern indigener Gemeinschaften als globaler Aktionstag zur Verteidigung von Mutter Erde und den Menschen (Minga Global) ausgerufen. Er findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Das europäische Netzwerk "Climate Justice Action" hat sich dem Aufruf angeschlossen und ruft zu Aktionen für Klimagerechtigkeit auf.
In Südafrika organ
isiert die Organisation Earthlife Proteste gegen den Konzern Sasol. In der ursprünglich eigens für den Konzern gegründeten Stadt Sasolburg betreibt der Konzern mehrere Anlagen zur Kohleverflüssigung – der Herstellung von Öl und chemischen Produkten aus Steinkohle. Sasol allein ist für 21 Prozent der Treibhausgasemissionen von Südafrika verantwortlich.
In England sollen verschiedene Standorte der Ölindustrie das Ziel dezentraler Aktionen werden. Unter dem Titel "The Crude Awakening" rufen Aktivisten verschiedener Gruppen dazu auf, etwa das British Museum (gesponsort von BP), die kanadische Firma Nexen Energy (beteiligt am Abbau von Teersand), Chevron oder einfach nur diverse Tankstellen mit vielfältigen Aktionen zu beglücken. Im französischen Le Havre soll der Ölkonzern Total Ziel von Aktionen werden – Aktivisten des dortigen Klimacamps planen, auf das Gelände einer Ölraffinerie einzudringen und den Betrieb zu behindern.
In Deutschland finden gleich mehrere Aktionen statt – die Kampagne Berlin fährt frei fordert kostenlosen öffentlichen Nahverkehr in der Hauptstadt und lädt dazu ein, sich am 12. Oktober um 17 Uhr am Alexanderplatz zu treffen. In Leipzig soll am Freitag, den 15. Oktober, eine Demonstrationgegen Emissionshandel und CCS stattfinden – diese werden als falsche Lösungen gegen den Klimawandel abgelehnt. Start ist um 15 Uhr am Willy-Brandt-Platz.

"Lasst die Kohle in der Erde" - Tagebaue und Braunkohlekraftwerke im Rheinland.
Für das darauffolgende Wochenende laden Klimaschützer unter dem Motto "Wer anderen eine Grube gräbt..." ins rheinische Braunkohlerevier. Dort befinden sich die Braunkohlekraftwerke Neurath, Niederaussem, Frimmersdorf und Weisweiler, daneben die Tagebaue Garzweiler 2, Inden und Hambach. "Was sich im rheinischen Braunkohlerevier abspielt, ist ein Klimaverbrechen im Weltmaßstab", sagte Timo Luthmann, Sprecher der Kampagne. "RWE ist mit diesem Braunkohle-Energiekomplex der größte Kohlendioxid-Produzent Europas." Die Aktivisten wollen mit Aktionen zivilen Ungehorsams den Betrieb des Braunkohlereviers unterbrechen.
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Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
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