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Umweltausschuss hört "Klimazeugen"

Gut zwei Wochen vor der UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban hat sich der Bundestagsausschuss für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit am gestrigen Mittwoch von drei "Klimazeuginnen" über die Auswirkungen der Erderwärmung berichten lassen. Die drei "Zeuginnen" stammen aus Ländern, die bereits jetzt in zum Teil dramatischer Weise von den Folgen des Klimawandels betroffen sind: Nigeria, Papua-Neuguinea und Südafrika. Durch ihre Berichte soll "greifbarer" werden, "wie der Klimawandel konkret in der Welt aussieht", sagte Ausschussmitglied Frank Schwabe (SPD) vorab in einem klimaretter.info-Interview.


Die "Klimazeuginnen" mit der Ausschussvorsitzenden Eva Bulling-Schröter (Linke). (Foto: Bundestag)

Hauwa Uma-Mustaphar aus Nigeria berichtete von schwer vorhersehbaren Wetterbedingungen in ihrem Land. Einerseits seien in den letzten Jahren viele Flüsse ausgetrocknet und Wasserquellen versiegt, andererseits komme es häufiger zu Überschwemmungen und Bodenerosionen. Dadurch seien die Ernteerträge um rund 40 Prozent gesunken, sagte die Chefin der Nichtregierungsorganisation "Tubali Development Initiative". 

Die Südafrikanerin Zukiswa Nomwa machte darauf aufmerksam, dass der Klimawandel nicht nur auf dem Land drastische Auswirkungen haben kann, sondern auch in Städten. Die Mitarbeiterin der "Environmental Monitoring Group" berichtete über die Wasserknappheit in den Randgebieten von Kapstadt. Besonders Frauen seien betroffen, da sie für die Ernährung ihrer Familien verantwortlich sind. 

Serafhina Aupong aus Papua-Neuguinea schließlich berichtete von den Folgen des steigenden Meeresspiegels. Es komme immer häufiger zu Überschwemmungen, ganze Ernten würden vernichtet, Dörfer müssten umgesiedelt werden. Auch wenn Dämme gebaut würden, sei es "ein Wettlauf mit der Zeit", sagte die Mitarbeiterin der NGO Bismarck Ramu

Alle drei "Klimazeuginnen" forderten von Deutschland, sich noch stärker für den Klimaschutz einzusetzen - auch in Durban. 

klimaretter.info/vk

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