Röttgen will erstmal kein "Fracking"
Der Umweltminister und Vorsitzende der CDU Nordrhein-Westfalen Norbert Röttgen hat sich zum ersten Mal zur umstrittenen Fracking-Technologie bei der Erdgasförderung geäußert. Solange es keine gesicherten Erkenntnisse gebe, dass die Technologie ungefährlich sei, werde es keine weiteren Bohrungen geben. Röttgen will eine umfangreiche Studie in Auftrag geben, um die Gefahren des Fracking zu untersuchen. Er sei aber sehr skeptisch und sehe angesichts der Alternativen keinen Bedarf für die Förderung von Schiefergas.
Schiefergasförderung führte in den USA bereits zu Trinkwasserverseuchung. (Foto: Energy Watch Group)
Beim sogenannten "Fracking" werden Chemikalien, Sand und Wasser in den Boden eingebracht, mit Sprengungen wird gebundenes Erdgas, sogenanntes Schiefergas, freigelegt. Vor allem in Nordrhein-Westfalen vermuten Energiekonzerne, unter ihnen Exxon, große Vorkommen, aber auch anderswo, etwa am Bodensee, käme eine derartige Gasförderung in Frage.
Nachdem zunächst einige Bürgerinitiativen gegen die Gasbohrungen mobil machten, haben sich inzwischen in Nordrhein-Westfalen CDU, SPD, Grüne und Linkspartei gegen die umstrittene Technologie ausgesprochen. Einzig die FDP will sich bislang nicht auf eine Position festlegen.
klimaretter.info/hb
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 10 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Röttgen und Rösler hatten einen vorläufigen Stopp von Fracking-Bohrungen angekündigt - gesetzlich verankern wollen sie das allerdings nicht
In Nordrhein-Westfalen wollen Energiekonzerne wie ExxonMobil und Wintershall große Mengen unkonventionelles Erdgas fördern. Die Bohrungen nach Schiefergas rufen Proteste hervor. Im US-Bundesstaat New York wurde kürzlich ein Moratorium erlassen.
Unter Nordrhein-Westfalen soll das zweitgrößte Gasvorkommen Europas schlummern. Neun Unternehmen haben sich bereits Gebiete für Probebohrungen für unkonventionelles Gas gesichert, Exxon will Millionen investieren. Bei der Förderung wird die Umwelt verunreinigt.
Mehr Öffentlichkeitsbeteiligung, mehr Trinkwasserschutz und unbegrenzte Haftung der Bohrfirmen: Die SPD fordert mehr staatliche Kontrolle bei der Gewinnung unkonventionellen Erdgases. Das Bergbaugesetz müsse reformiert werden, bis dahin sollen die Bundesländer keine Probebohrungen erlauben.
Eine Studie der Universität Texas hält die Gefahren der sogenannten Fracking-Technologie für geringer als bislang angenommen. Allerdings: Einen Freibrief erteilen die Forscher der Gasindustrie damit nicht. Die Gefahren etwa der Trinkwasserverseuchung seien durchaus real, nur betreffen sie auch die konventionelle Öl- und Gasförderung. Die Klimabilanz wird nur am Rande betrachtet.
Eine vom Kongress in Auftrag gegebene Studie kommt zu dem Schluss, dass geplante Schadstoffregulierungen dazu führen, dass Kohlekraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzt werden
Forschungsbohrung durch den US-Konzern Chevron wurde vor zwei Wochen genehmigt
Die Linkspartei im Bundestag lud Experten zum Fachgepräch über Fracking - die umstrittene Suche nach unkonventionellem Erdgas. Experten fordern schärfere Umweltverträglichkeitsprüfungen.
Nordrhein-Westfalen will die Auswirkungen von unkonventioneller Gasförderung untersuchen lassen
Absage ans Fracking: In Frankreich ist die umstrittene Förderung von Schiefergas kaum mehr möglich. Nachdem die Fracking-Technik verboten wurde, sind schon drei Anträge der Energiekonzerne Total und Schuepbach abgelehnt worden – ein Etappensieg für Umweltaktivisten. Diese befürchten nun, die großen Konzerne könnten sich um das Verbot herummogeln.
Ein Industriekongress nahmen Umweltschützer zum Anlass, gegen die umstrittene Gasförderung durch Fracking zu protestieren



