Obama: Von Deutschland lernen
Vor der Washington-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat US-Präsident Barack Obama die deutsche Klima- und Umweltpolitik gelobt. Im Interview mit dem Tagesspiegel - dem ersten übrigens mit einem deutschsprachigen Printmedium - sagte der US-Präsident: Deutschlands "Einsatz für die Umwelt ist bewundernswert, und von Deutschland können wir manches darüber lernen, wie mehr Umweltfreundlichkeit zugleich zu mehr Wachstum führen kann." Viele deutsche Unternehmen hätten "kreative Wege gefunden, wie sie in einer sich rapide verändernden Weltwirtschaft wachsen können - mit einem Schwerpunkt auf 'grünen Jobs' und neuen Technologien.

Wird Angela Merkel mit der Freiheitsmedaille ehren: der US-Präsident. (Foto: whitehouse.gov)
Merkel fliegt heute zum Staatsbesuch in die USA, Obama wird Merkel am Dienstag mit der Freiheitsmedaille auszeichnen, dem höchsten zivilen Orden der USA. Die Würdigung erhält Merkel als erste ostdeutsche Kanzlerin und erste Frau an der Spitze der Bundesrepublik. Bei bilateralen Gesprächen wird es um den Militäreinsatz in Afghanistan, die Schuldenkrise in der Euro-Zone und die Nachfolgedebatte beim Internationalen Währungsfonds gehen. Ob auch der Klimaschutz eine Rolle spielt, wurde im Vorfeld nicht bekannt.
Noch immer blockieren die USA Fortschritte bei den UN-Klimaverhandlungen, die am Montag in Bonn eröffnet wurden. Die Europäer ruhen sich auf den Emissionsreduktionen aus, die sie der Modernisierung ihrer alten, kohlelastigen Industrielandschaften verdanken, vor allem in Osteuropa. Obamas-Klimabeauftragter Todd Stern jedenfalls sieht schwarz für einen Verhandlungserfolg an die COP17 in Südafrika. "Ich glaube nicht, dass noch irgendjemand damit rechnet, dass wir in Durban zu einer umfassenden und rechtlich bindenden Vereinbarung kommen", hatte er im Vorfeld erklärt - offenbar mit Billigung Obamas.
klimaretter.info/reni
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Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
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Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
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Solarworld baut 600 Kilowattpeak Solardachanlage zum Weltklimagipfel
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In Berlin protestierten gestern rund 200 Menschen tanzend und mit elektronischer Musik in einer ARAL-Tankstelle. Ein Moratorium für Tiefseebohrungen in den USA wurde unterdessen erneut gerichtlich aufgehoben - Verstrickungen der Richter mit der Ölindustrie



