In Sao Paulo gegen den Klimawandel
Die größten Städte der Welt wollen sich stärker gegen die Erderwärmung und den Treibhausgas-Ausstoß engagieren. Bürgermeister aus 58 Städten der so genannte C40 Cities Climate Leadership Group sind in Sao Paulo zusammen gekommen, um Maßnahmen zu beraten. Die 58 Städte der C40 Cities Climate Leadership Group vertreten rund acht Prozent der Weltbevölkerung, zwölf Prozent der globalen Kohlendioxid-Emissionen und 21 Prozent des weltweiten Bruttosozialprodukts.
Sao Paulo (Foto: wikipedia)
Pünktlich zum Sitzungsbeginn veröffentlichte die C40 zwei Studien. In der einen, für die das Carbon Disclosure Project (CDP) beauftragt wurde, wurden die Städte aufgefordert, ihre Kohlendioxid-Emissionen auf einer einzigen Plattform offenzulegen, in der anderen der Beraterfirma Arup wurden Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Milderung der Auswirkungen des Klimawandels aufgezeigt.
Das Bürgermeistertreffen wurde 2005 in London vom damaligen Londoner Rathauschef Ken Livingstone noch als C20 ins Leben gerufen. Seitdem ist die Gruppe deutlich angewachsen. In diesem Jahr stehen auf der Tagung, die noch bis morgen geht, Energieeffizienzmethoden im Vordergrund. Zu den 58 Städten der C40 Initiative gehören Metropolen wie Paris, Toronto, Bangkok. Im letzten Jahr fand das Treffen in Berlin statt - ohne allerdings nennenswerte Erfolge produzieren zu können.
Bürgermeister von Städten wie Paris, Vancouver, Seoul, Dakar, Montreal, Porto Alegre oder Stuttgart hatten vor der Klimakonferenz in Cancun den "Mexico City Pact" unterzeichnet, der auch die Gründung eines eigenen "Klimasekretariat für die Städte" beinhaltet. Über ihren Treibhausgas-Ausstoß wollen die Städte künftig über ein eigenes Registrations-System Buch führen. "Städte spielen eine strategisch wichtige Rolle im Kampf gegen den Klimawandel", heißt es in dem Papier, über die Hälfte der Weltbevölkerung lebe in Städten und etwa 70 Prozent der globalen CO2-Emissionen seien 2006 von Städten verursacht worden – Tendenz steigend.
klimaretter.info/mare
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