Eon klagt gegen Brennelementesteuer
Der Energiekonzern Eon will gegen die Brennelementesteuer klagen. Das berichtet das Handelsblatt mit Berufung auf Unternehmenskreise. Gegenüber dem Blatt sagte ein Eon-Sprecher: "Es gibt gute Gründe für eine Klage, aber eine Entscheidung ist noch nicht getroffen."

Für das Eon-Atomkraftwerk Grafenrheinfeld soll Eon erstmals die Brennelementesteuer zahlen. (Foto: Paul Langrock)
Die Bundesregierung hatte am Wochenende beschlossen, bis 2022 alle deutschen Atomkraftwerke vom Netz zu nehmen. Die Brennelementesteuer, die Teil des alten Energiekonzepts aus dem vergangenen Jahr ist, soll aufrecht erhalten bleiben. Die Atomkonzerne hatten zu Beginn des Atommoratoriums im März darauf bestanden, dass die Steuer ausgesetzt wird, wenn die Laufzeiten nicht verlängert werden sollten und sie dadurch auf Mehreinnahmen verzichten müssten. Auch RWE erwägt eine Klage. "Wir halten uns alle rechtlichen Schritte offen", sagte ein Sprecher gegenüber klimaretter.info
Derweil spricht sich eine Mehrheit der Deutschen für einen Ausstieg aus der Atomkraft innerhalb der kommenden fünf Jahre aus. In einer Umfrage für das Magazin Stern stimmten zwölf Prozent der Befragten für einen sofortigen Ausstieg. 44 Prozent wollen, dass das letzte Atomkraftwerk spätestens im Jahr 2016 vom Netz geht. Ein Viertel der Befragten hält einen Ausstieg in den kommenden 22 Jahren für machbar. 17 Prozent sind der Ansicht, dass auf Atomkraft künftig gar nicht verzichtet werden könne.
klimaretter.info/jot
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