Röttgen: Laufzeitverlängerungen "korrigieren"
Bundesumweltminister Norbert Röttgen hat eine "Korrektur" der Beschlüsse zum Energiekonzept im letzten Herbst gefordert. Der Zeitung Super Illu sagte Röttgen, um die Bundesregierung glaubwürdig zu machen, müsse der Kurswechsel in Sachen Atompolitik auch "wirklich vollzogen" werden. Er setze darauf, mit einer "breiten parlamentarischen Mehrheit" zu neuen Gesetzen zu kommen.

Umweltminister Norbert Röttgen will die Laufzeitverlängerungen der AKWs nach Fukushima korrigieren. (Foto: Matthias Lüdecke/BMU)
Auch die FPD trage seiner Ansicht nach diesen Kurswechsel mit und sehe die Energiewende als "gemeinsames Koalitionsprojekt", sagte Röttgen dem Blatt. Der Umweltminister betonte, durch das Atom-Moratorium und die vorläufige Abschaltung von acht Atomkraftwerken drohe Deutschland keine Stromlücke. Selbst bei dauerhafter Abschaltung gebe es Überkapazitäten.
In Bezug auf die Sicherung von AKWs gegen Flugzeugabstürze oder Terroranschläge bescheinigte der Umweltminister deutschen Atomkraftwerken Schutz von "gar nicht vorhanden" bis "relativ gut". Keine Anlage sei jedoch für den Absturz großer Verkehrsflugzeuge gewappnet. Nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima müssten geltenden Sicherheitskriterien überprüft werden. "Durchaus strenge" Messlatten für die Sicherheit seien in Japan "von der Natur widerlegt" worden.
klimaretter.info/sam
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