BMU veröffentlicht Ressourcen-Entwurf
Das Bundesumweltministerium will ein nationales Ressourceneffizienzprogramm auf den Weg bringen. Das "Programm zum Schutz natürlicher Ressourcen in einer ökologisch-sozialen Marktwirtschaft" (ProgRess) soll einen sparsameren und effizienteren Umgang mit natürlichen Ressourcen und Rohstoffen fördern.

Der Abbau von Seltenen Erden ist häufig mit Umweltschäden verbunden. (Foto: german.china.org.cn)
"Der Umfang der Ressourcennutzung hat ein Ausmaß erreicht, das nicht dauerhaft gehalten werden kann", heißt es im Entwurf des Arbeitspapiers, das im November im Kabinett verhandelt werden soll. Bis dahin liegt das Papier zur Konsultation aus. Die Lebensgrundlagen von Menschen, Tieren und Pflanzen seien zunehmend in Gefahr. Eine nachhaltige Ressourcenpolitik begrenze die nationalen und globalen Umweltbelastungen, erhöhe die Versorgungssicherheit und steigere die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft der Wirtschaft.
Weil sie Engpässe bei "wichtigen, derzeit kaum substituierbaren Rohstoffen" erwartet, hat die Bundesregierung bereits im Oktober vergangenen Jahres eine Rohstoffstrategie beschlossen. Die Abbaugebiete für die nicht-energetischen Rohstlautoffe, darunter fallen die sogenannten Seltenen Erden, befinden sich demnach "teilweise in Konfliktregionen". In Verbindung mit der rasant steigenden Rohstoffnachfrage aufgrund des starken Wirtschaftswachstums des letzten Jahrzehnts, insbesondere auch in den Schwellenländern wie China oder Brasilien, seien steigende Rohstoffpreise zu erwarten.
Seltene Erden kommen im Autobau zum Einsatz, aber auch für Windkraftanlagen, Katalysatoren und Glasfaserkabel werden sie genutzt. 97 Prozent der Seltenen Erden werden in China abgebaut, wo rund ein Drittel der weltweit angenommenen Reserven lagert.
klimaretter.info/sam/jot
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