Österreich fordert Atom-Ausstieg der EU

Nach dem Atom-Unglück in Fukushima hat die österreichische Regierung einen Aktionsplan für den europaweiten Atomausstieg beschlossen. Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) forderte, die "Lügen" der Atomlobby aufzudecken, berichtet der Standard.


Modell des Kraftwerkparks Temelin im dortigen Informationszentrum. Österreich fordert Bau-Stopp und Abschaltern aller AKW in Europa. (Foto: Li-Sung / Wikipedia)

Österreich, das selbst keine Atomkraftwerke betreibt, wehrt sich bereits seit Langem gegen den Ausbau des tschechischen Atomkraftwerks Temelin an der Grenze zum Nachbarland. Faymann sagte, gegen den Ausbau behalte sich Österreich "alle rechtlichen Schritte" vor.

Die Forderung von EU-Energiekommissar Günther Oettinger, alle europäischen Atomkraftwerke freiwilligen Stresstests zu unterziehen, kommt nun Bulgarien nach. Dem Stern zufolge hat Bulgarien am Dienstag mit der Prüfung seines Atomkraftwerks in Koslodui begonnen. Im Visier sind vor allem das Hochwasserrisiko, die Kühlsysteme und die Gefahr von Terrorattacken.

Schließlich hat die Atom-Debatte auch die USA erreicht. Der AKW-Betreiber Nuclear Innovation North America erklärte in dieser Woche, die Arbeiten an zwei neuen Blöcken eines Atomkraftwerks in Texas ruhen zu lassen. Es sei zu ungewiss, ob wegen des Atom-Unglücks in Japan bauliche Änderungen vorgeschrieben würden, so das Unternehmen.

klimaretter.info/jot

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