Mehr Geld für Erneuerbare
Die Bundesregierung will nach dem Atomunglück in Japan den Ausbau der erneuerbaren Energien schneller vorantreiben. Der Schwerpunkt des "Aktionsprogramms Energieeffizienz und erneuerbare Energien" liegt auf Gebäudesanierung und Windkraft, heißt es in einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters, die sich auf ein internes Regierungspapier bezieht.

Laut einem internen Papier will die Regierung Windkraft auf dem Land weiter ausbauen. (Foto: Paul Langrock)
Am Dienstag will sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut mit den Ministerpräsidenten der CDU-regierten Länder treffen, in denen Atomkraftwerke betrieben werden. Das Papier soll Reuters zufolge Grundlage für die Gespräche sein. Vorgesehen darin sind den Angaben zufolge höhere Vergütungen für Strom aus Offshore-Windparks bei verkürzter Förderdauer. Die KfW-Bank soll dazu eine Finanzierungsgrundlage bereitstellen. Die Regierung will darüber hinaus weitere Flächen für Windparks an Land ausweisen.
Das KfW-Gebäudesanierungsprogramm soll auf zwei Milliarden Euro pro Jahr aufgestockt werden. 2009 und 2010 standen für das CO2-Gebäudesanierungsprogramm noch 1,5 beziehungsweise 2,2 Milliarden Euro zur Verfügung. Mit dem Energiekonzept hatte die Regierung Merkel die Förderung der Gebäudesanierung für 2011 auf 436 Millionen Euro zusammengestrichen.
Aus dem Hause Norbert Röttgens (CDU) sind derweil weitreichende Vorschläge zur Sicherheitsüberprüfung aller deutschen Atomkraftwerke während des dreimonatigen Laufzeit-Moratoriums bekannt geworden. Wenn tatsächlich alle Vorschläge von den Betreibern der AKW umgesetzt werden müssen, könnte das das Aus für die 17 deutschen Atomkraftwerke bedeuten, heißt es in einem Beitrag der ARD-Sendung Kontraste in Bezugnahme auf das interne Papier, das dem Umweltministerium zufolge als "Arbeitsgrundlage" dient. Die Hürden für einen Weiterbetrieb seien den Betreibern zu hoch, die in dem Papier geforderten Maßnahmen zu teuer, so der Bericht.
klimaretter.info/jot
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