EU-Umweltminister für 30 Prozent
Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hat sich zum wiederholten Mal für eine 30-prozentige Reduzierung der Kohlendioxidemissionen in der Europäischen Union ausgesprochen. In einem offenen Brief erklärte er gemeinsam mit den Umwelt- und Energieministern sechs weiterer EU-Staaten, die 30-Prozent-Marke sei nicht nur ein Klimaziel. Sie helfe auch, die EU unabhängiger von Öl- und Stromimporten zu machen und sei notwendig, um auf dem Markt erneuerbarer Technologien wettbewerbsfähig zu bleiben.

Umweltminister wollen stärkere Emissionsreduktionen in der EU. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
Bis 2009 hat die EU im Vergleich zu 1990 bereits 17 Prozent Treibhausgasemissionen eingespart. Die bisher geplanten Maßnahmen machen eine Reduktion von 25 Prozent möglich, schreiben die Minister aus Deutschland, Großbritannien, Griechenland, Schweden, Dänemark, Spanien und Portugal. Jetzt müsse das 30-Prozent-Ziel angepeilt werden.
Das Klimaziel der Europäischen Union wird seit langem kontrovers diskutiert. Ursprünglich hatten sich die Mitgliedstaaten auf eine 20-Prozent-Reduktion geeinigt. EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard hatte sich im vergangenen Jahr für eine Erhöhung des Klimaziels auf 30 Prozent ausgesprochen, und auch die Umweltminister aus Frankreich, Großbritannien und Deutschland hatten sich im Juli bereits dafür stark gemacht. Anfang März dieses Jahres stellte Hedegaard gemeinsam mit EU-Energiekommissar Günther Oettinger einen Fahrplan für eine CO2-arme Wirtschaft vor. Darin werden 25 Prozent Emissionsreduktionen angepeilt.
klimaretter.info/jot
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