Hasta la vista, baby
Kaliforniens Terminator tritt ab: Seine letzte Amtshandlung galt Sara Kruzan, die 1994 im Alter von 16 Jahren ihren ehemaligen Zuhälter ermordet hatte. Bevor Gouverneur Arnold Schwarzenegger sein Amt am heutigen Montag zur Verfügung stellte, begnadigte er die zum Tode verurteilte Frau.

Für immer Terminator, seit heute jedoch nicht mehr Gouverneur Kaliforniens: Arnold Schwarzenegger.
Allerdings konnte das seinen tristen Abgang auch keinen Glanz mehr verleihen: Bürger und Medien bescheinigten dem früheren Leinwandidol, seine Muskelpakete seien auch mit 63 Jahren noch beeindruckender als die Ergebnisse seiner siebenjährigen Amtszeit. Tatsächlich ist das Haushaltsdefizit mit mehr als 20 Milliarden Dollar heute doppelt so groß wie zu seinem Amtsantritt, es gab die meisten Zwangsversteigerungen in den USA im 40 Millionen-Menschen großen Kalifornien, die Arbeitslosenrate liegt mit zwölf Prozent heute so hoch wie in keinem anderen US-Bundesstaat.
Andererseits: In Sachen Klima- und Umweltschutz hat der Österreicher Kalifornien zum Musterland der USA umgebaut. Republikaner Schwarzenegger, der nach zwei Amtszeiten nicht mehr zur Wahl stand, hatte mit dem Gesetz 2006 etwa die Kohlendioxidemissionen unter anderem von Autos und Ölraffinierien gedeckelt. Zudem soll ein Drittel des Energieverbrauchs in dem US-Bundesstaat bis 2020 aus erneuerbaren Energien kommen. Bisher sind es rund 15 Prozent. Zum Schluss hatte Kalifornien schließlich grünes Licht für das erste Cap-and-Trade-Programm der USA gegeben: Unternehmen in Kalifornien werden ab 2012 durch den Emissionshandel finanzielle Anreize zur Reduktion ihrer Treibhausgas-Emissionen gesetzt.
Nachfolger Jerry Brown stand bereits zweimal an der Spitze des Westküstenstaates. Am Montag wurde der 72-Jährige Demokrat vereidigt. Und das kann Schwarzenegger als Verdienst angerechnet werden: Brown beeilte sich zu erklären, dass Klima- und Umweltschutz auch unter ihm in Kalifornien höchste Priorität haben wird.
klimaretter.info/reni
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