EU-Emissionshandel mit Schweiz
Auch die Schweiz will mithandeln. Im Januar sollen Gespräche beginnen, um das Land in den Europäischen Emissionshandel einzubinden. Das Europäische Parlament und der EU-Ministerrat müssen zuvor noch ihr Ja-Wort geben.

Gletscher in der Schweiz schmelzen. (Foto:Wikipedia)
Bisher hat die Schweiz lediglich ein freiwilliges nationales Emissionshandelssystem. 40 Unternehmen sind daran beteiligt und decken damit 6,9 Prozent der 59 Millionen Tonnen Kohlendioxidemissionen ab, die die Schweiz pro Jahr ausstößt. Das bestehende System soll in den europäischen Emissionshandel eingebunden werden.
Das Europäische Emissionshandelssystem (ETS) ist der weltgrößte Treibhausgas-Markt. In diesem Jahr wurden auch andere Staaten der Europäischen Wirtschaftszone aufgenommen: Seitdem können auch Norwegen, Liechtenstein und Island ihre Emissionen innerhalb Europas handeln.
Rund 10.000 Industriestandorte sind in den Markt eingebunden. Zusammen machen sie 40 Prozent der Emissionen der teilnehmenden Länder aus. Die zweite Handelsperiode läuft Ende 2012 aus. Die Regeln für die dritte Handelsperiode ab 2013 wurden im Dezember beschlossen, müssen aber noch vom Europäischen Parlament und den EU-Mitgliedstaaten abgesegnet werden.
klimaretter.info/jot
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