Röttgen legt Majak-Transport auf Eis

Vorerst wird der umstrittene Transport von Atommüll aus dem Zwischenlager Ahaus nach Russland nicht stattfinden: Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) teilte am Montag mit, "gegenwärtig" gebe es keine Möglichkeit der schadlosen Verwertung von Brennelementen in der Wiederaufbereitungsanlage im russischen Majak.


Castor-Transport nach Gorleben: 50.000 Menschen demonstrierten auf der Kundgebung. (Foto: Andreas Conradt/PubliXviewinG)

951 Brennelemente aus Russland, die im DDR-Forschungsreaktor Rossendorf bei Dresden genutzt worden waren, waren 2005 ins nordrhein-westfälische Ahaus gebracht worden - und sollten nun auf Basis eines internationalen Abkommens über deutsche Seehäfen "zurück" nach Majak gebracht werden. Der Transport von 18 Castoren war bereits im September vom Bundesamt für Strahlenschutz genehmigt worden.

Erst vor wenigen Wochen war der Castor-Transport aus der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague in Gorleben angekommen – begleitet von den größten Protesten der Gorleben-Geschichte. Auch ins Zwischenlager Nord bei Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern sind Mitte Dezember und im Frühling 2011 Transporte aus dem französischen Cadarache und der Wiederaufbereitungsanlage in Karlsruhe geplant.

Atomkraftgegner haben in etlichen Städten zu Protesten bei "Montagsspaziergängen" aufgerufen. Am 11. Dezember (Samstag) findet in Greifswald eine große Demonstration zum Auftakt der Proteste gegen den Transport nach Lubmin statt, am 12. Dezember (Sonntag) rufen Atomgegner nach Ahaus zur Großdemonstration gegen den geplanten Transport nach Majak.

klimaretter.info/sam

 

 

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