Pläne zu den Klimahilfen kritisiert
Vor dem Klimagipfel in Cancun erinnern Nichtregierungsorganisationen wie Oxfam die Industrienationen an ihre gegebenen Versprechen, endlich die vollen Klimahilfen an arme Länder auszuzahlen. Dies würden vor allem aufgrund der zunehmenden Umweltkatastrophen dringend benötigt. Laut Oxfam sind allein bis September 2010 mehr Menschen durch Unwetter getötet worden, als im Jahr 2009.
"Der Klimawandel hat nach dem Scheitern des Klimagipfels von Kopenhagen keine Pause eingelegt. Wir erleben jedes Jahr infolge des Klimawandels millionenfach mehr Leid, Hunger und Verschärfung von Armut“, erklärte Oxfam-Vertreter Jan Kowalzig im Vorfeld des Klimagipfels. Die Entwicklungshilfeorganisation fordert die Einrichtung eines Fonds, zudem arme Länder direkt Zugang hätten und "gleichberechtigt" über die Verwendung der Gelder mitentscheiden könnten.

Immer mehr Unwetter schwächen ohnehin arme Länder wie den Tschad - sie benötigen schnell die zusagten Klimahilfen (Foto: UNHCR)
Wie wichtig allerdings verbindliche Standards bei der Geldvergabe sind, damit das Geld auch wirklich da ankommt, wo es benötigt wird, darauf verweist die Heinrich-Böll-Stiftung in einer neuen Studie. "Milliardensummen aus öffentlichen Quellen werden für den internationalen Klimaschutz in Entwicklungsländern benötigt, doch es gibt keine qualitativen Standards dafür", kritisiert Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung. Auch die Bundesregierung habe sich bis jetzt noch nicht geäußert, was und wen sie mit den zugesagten Geldern unterstützen will.
Mit einem Kriterienkatalog will die Böll-Stiftung der Regierung in ihrem Entscheidungen etwas unter die Arme greifen: Diese enthalten Umwelt- und Menschenrechtsstandards, um zu verhindern, dass neue soziale oder ökologische Schäden angerichtet würden. Als negative Beispiele nennen die Herausgeber die Förderung von Atomkraftprojekten und den Anbau von Biokraftstoffen.
klimaretter.info/sg
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 10 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Noch 8 Tage bis Cancún: "Das programmierte Scheitern ist ein Strukturelement derzeitiger Klimadiplomatie", sagt Nick Reimer, Chefredakteur von klimaretter.info in der Debatte 'Wozu brauchen wir noch Klimakonferenzen?'
In Luxemburg entscheiden die Umweltminister der 27 EU-Länder: Vor dem Klimagipfel in Mexiko ist in Sachen EU-Klimaziel nichts Neues zu entscheiden. Erst nach Cancún steht "die Option" einer ambitionierteren Zielmarke wieder auf der Europa-Agenda.
Wieviel schmeißt die Europäische Union in den Topf, um arme Länder bei der Anpassung an den Klimawandel zu unterstützen? Die EU verkündete am Donnerstag ihre Zahlen - und enttäuschte Umweltorganisationen und Entwicklungsländer. Weder war von Zusätzlichkeit der Gelder die Rede, noch davon, sie gleichmäßig zwischen Klimaschutz- und Anpassungsmaßnahmen aufzuteilen
Noch 6 Tage bis Cancún: Die Finanzierung von Anpassung und Klimaschutz in Entwicklungsländern gilt als wesentlicher Knackpunkt der Klimaverhandlungen. Deutschland trickst mit Doppelzählungen und "virtuellem Geld". Ein Gastbeitrag von Anja Esch
2.000 Delegierte und Beobachter aus 190 Ländern zerbrechen sich in Bonn den Kopf darüber, wie der Neustart der Klimaverhandlungen nach Kopenhagen funktionieren könnte. klimaretter.info hat mit Jan Kowalzig von der Entwicklungsorganisation Oxfam darüber gesprochen, wie es nach Kopenhagen weitergeht
Vom Trompeten der Elefanten bis zur Maya-Ausgrabung: Etliche über Entwicklungshilfe finanzierte Projekte haben mit Klimaschutz nichts zu tun - und werden doch so verkauft, sagt Axel Michaelowa, Mitautor des vierten IPCC-Berichts im Interview mit klimaretter.info.
"World Energy Outlook 2010" der Internationalen Energie-Agentur: Der rapide steigende Energiebedarf Brasiliens, Chinas und anderer Schwellenländer wird die Ölpreise in den kommenden 25 Jahren explodieren lassen. Und: Der Anteil regenerativer Erzeugungsarten an der weltweiten Stromproduktion wird laut IEA bis 2035 auf gut ein Drittel wachsen.
Am Vortag des 16. Weltklimagipfels warnen Wissenschaftler vor weiteren Blockaden. Der deutsche Umweltminister hingegen glaubt an Fortschritte
Noch 6 Tage bis Cancun: Klimadiplomatie bringt nichts, prophezeit Michael Müller, Staatssekretär a.D. und Mitherausgeber von klimaretter.info in der Debatte 'Wozu noch Klimakonferenzen?' Stattdessen müsse praktizierter Klimaschutz auch ohne internationale Einbindung Klimasünder ins Schwitzen bringen
Bundeskabinett beschließt Bewerbung für Green Climate Fund. Außerdem: Haushaltsausschuss gibt Mittel für die CO2-Gebäudesanierungsprogramme frei
Nach den Industrieländern haben jetzt auch die sogenannten Annex-II-Staatenr ihre Reduktionsziele für Treibhausgase veröffentlicht. Konkret werden eher wenige Staaten, ihre Zusagen sind lediglich freiwillig.
Die Chefin des UN-Klimasekretariats Christiana Figueres fordert höhere Emissionseinsparungen der UN-Mitgliedstaaten
Noch 2 Tage bis Cancún: Kleinbauern und indigene Gruppen aus dem Süden wollen mit Protest auf die Klimagespräche antworten. Deutsche Aktivisten sind dagegen im Moblilisierungstief.
Vier Organisationen schauen der Bundesrepublik künftig in Sachen Klimafinanzierung genauer zu und starten dafür www.deutscheklimafinanzierung.de
Am Freitag soll das Gesetz zur Luftverkehrsteuer erstmals im Bundestag verhandelt werden. Darin sind Ticketabgaben von acht bis 45 Euro vorgesehen. Umwelt- und Entwicklungsorganisationen fordern, die Steuer auch nach Klasse zu differenzieren und den Erlös für Entwicklungshilfe und Klimaschutz zu verwenden. 


