Großbritannien: Kritik für Treffen mit Atomwirtschaft
In Großbritanien ist eine Diskussion über die Nähe zwischen Politik und Atomwirtschaft entbrannt. Neben dem Vorwurf von Intransparenz und Geldverschwendung fürchtet laut Guardian auch die Erneuerbare-Energien-Branche Nachteile.

Grünes Licht für acht AKW-Standorte. (Foto: DECC)
Grund der Aufruhr sind Treffen von Ministern mit Vertretern der Atomwirtschaft. Im gesamten Jahr habe das Energie- und Klimaministerium 8.000 Pfund für Treffen mit Vertretern des Atomentwicklungsforums (Nuclear Development Forum) ausgegeben, um "langfristig die Zukunft der Atomkraft in Großbritannien zu sichern". Die Zahlen hat das Ministerium aufgrund einer Anfrage nach dem Informationsfreiheitsgesetz herausgegeben.
Gerade erst im Oktober hat die britische Regierung das Beratungsgremium für Erneuerbare (Renewables Advisory Board) aus Kostengründen gestrichen. Dessen Arbeit soll zwar vom Büro für die Entwicklung Erneuerbarer Energien fortgeführt werden. Genau so ein Büro gibt es aber auch für die Entwicklung von Atomkraft. Ebenso im Oktober gab Premierminister Chris Huhne grünes Licht für den Bau von acht neuen Atomkraftwerken. Sie sollen bis 2025 ans Netz angeschlossen werden.
"Die Regierung muss endlich alle Gelder offenlegen, die sie in die Förderung von Atomkraft steckt", sagte Mike Childs, Klimaexperte von Friends of the Earth. "Wir wollen wissen, wen die Minister treffen, wann und worüber diskutiert wird."
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