USA fördern Agrosprit
Die USA setzen auf Agrotreibstoffe. Landwirtschaftsminister Tom Vilsack zufolge soll das neue Programm zur Unterstützung von Biomasse (BCAP) Arbeitsplätze schaffen und dem Klimawandel entgegenwirken. Auch die Volkswirtschaft werde von dem Ausbau profitieren.

Ethanol-Fabrik Chippewa Valley Agrafuels Cooperative in Minnesota, USA. Regierung hat Förderprogramm für Agrosprit aufgelegt. (Foto: US-Landwirtschaftsministerium)
"Die USA müssen die heimische Produktion erneuerbarer Energien fördern", sagte Vilsack am Donnerstag in Washington. Dazu gehöre auch der Agrotreibstoff. Das sichere die Energieunabhängigkeit der USA. Die US-Regierung will im Rahmen des Biomasse-Unterstützungs-Programms bis zu 75 Prozent der Kosten für den Anbau von Pflanzen übernehmen, die der Gewinnung von Biomasse und der Produktion von Agrosprit dienen. Auch Flugzeuge sollen vermehrt Agrotreibstoffe einsetzen.
Die Anwendung von Agrotreibstoffen halten Umweltorganisationen für problematisch. Das UN-Umweltprogramm UNEP warnte bereits im Oktober 2009 davor, dass Agrotreibstoffe bis zu 20mal mehr zum Treibhauseffekt beitragen können als konventioneller Sprit - je nach Anbaumethode oder Energiebedarf der Produktion. Häufig wurden auf den Flächen vorher Nahrungsmittel angebaut. Die Umwidmung schmälert die Ernährungssicherheit. Auch müssen für den Anbau sogenannter Energiepflanzen oft Waldflächen weichen. Dadurch gehen wichtige Kohlendioxid-Speicher und -Senken verloren und Treibhausgase werden freigesetzt.
Einer Studie der Umweltorganisation Friends of the Earth zufolge werden Pflanzen, die Grundlage für Agrotreibstoffe sind, in Entwicklungsländern häufig in großem Stil illegal angebaut. In elf afrikanischen Ländern nimmt dieser Anbau demnach bereits mindestens fünf Millionen Hektar Land ein. Das entspricht einer Fläche so groß wie Dänemark.
klimaretter.info/jot
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