Malediven dürfen auf Klimaschutz klagen
Kleine Inselstaaten und andere vom Klimawandel bedrohte Länder könnten Industrieländer auf eine Reduktion von Treibhausgasen verklagen. In einem Gutachten kommt die Stiftung für Internationales Umweltrecht und Entwicklung (FIELD) zu dem Schluss, dass Entwicklungsländer vor den Internationalen Gerichtshof ziehen könnten.

Die Malediven drohen, im Meer unterzugehen. Sie könnten dagegen klagen. (Foto: Bernard Bill/Wikipedia)
"Die Existenz kleiner Inselstaaten steht auf dem Spiel", sagte Christoph Schwarte, leitender Autor der FIELD-Studie, in der New York Times. "Wenn sich in den kommenden zwei bis drei Jahren auf dem internationalen Parkett nicht wirklich etwas tut, dann würde es mich nicht überraschen, wenn die Regierungschefs bedrohter Staaten vors Gericht ziehen."
Den Studienautoren zufolge könnten sich die bedrohten Staaten auf die sogenannte "No-harm rule" des Völkerrechts beziehen, nach der Staaten auf ihrem eigenen Territorium nichts tun dürfen, was andere Staaten schädigt. Ein entsprechender Gerichtsprozess – oder unter Umständen auch nur dessen Androhung – könnte auch als Druckmittel genutzt werden, um die Industriestaaten dazu zu bringen, ein Abkommen im Rahmen der UN-Klimarahmenkonvention voranzutreiben.
Kleine Inselstaaten wie die Malediven drohen, vom Meer verschluckt zu werden. Durch den Klimawandel steigt der Meeresspiegel an. Dadurch werden immer mehr Regionen der Inseln unter Wasser liegen und dadurch unbewohnbar.
klimaretter.info/jot
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