Österreich kritisiert Atom-Entscheidung
Österreich hat die Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke in Deutschland als Enttäuschung und schweren Rückschlag kritisiert. Das Land fühlt sich durch die Atompläne der deutschen Bundesregierung bedroht. Umweltminister Nikolaus Berlakovich (ÖVP – Österreichische Volkspartei) will sich weiterhin gegen Atomkraft engagieren.

Schönes grünes Österreich - weit und breit kein Atomkraftwerk. Den deutschen Atomkonsens hält der österreichische Umweltminister für rückschrittlich. (Foto: Lebensministerium)
Die Bundesregierung hat sich am Sonntag darauf geeinigt, die Atomkraftwerke durchschnittlich zwölf Jahre länger laufen zu lassen. "Deutschland macht es sich damit leicht, den CO2-Ausstoß in Grenzen zu halten", sagte Berlakovich nach Angaben der österreichischen Nachrichtenagentur APA. Atomkraft sei aber keine Antwort auf den Klimawandel und vor allem keine nachhaltige Lösung, um den Kohlendioxid-Ausstoß zu verringern. Der Umweltminister hat außerdem Sicherheitsbedenken. "Es geht um maximale Sicherheit für die Bevölkerung und die intelligente Nutzung natürlicher Ressourcen."
Aus Österreich war bereits am 30. August, als in Deutschland die Energieszenarien vorgestellt wurden, die Grundlage für das Energiekonzept sind, Kritik an den Plänen bekannt geworden. "Die Entscheidung der deutschen Regierung für eine Laufzeitverlängerung der AKWs ist aus umweltpolitischer wie sicherheitstechnischer Sicht sehr bedrohlich", sagte Petra Bayr, Umweltsprecherin der regierenden Partei SPÖ (Sozialdemokratische Partei Österreichs). Österreich selbst hat keine Atomkraftwerke.
klimaretter.info/jot
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