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Deutscher Ammoniak-Ausstoß zu hoch

Deutschland wird die von der Europäischen Union festgelegte Höchstmenge für NH3-Emissionen (Ammoniak) im Jahr 2010 überschreiten. Das geht dem Sprecher für Agrarpolitik der grünen Bundestagsfraktion, Friedrich Ostendorff, zufolge aus einer sogenannten EU-Pilot-Anfrage hervor, die als erster Warnbrief gelte. Bis Ende September muss die Bundesregierung demnach bei der Europäischen Kommission eine umfassende Erklärung einreichen.

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EU rügt Deutschlands Ammoniak-Ausstoß - Ammoniak-Pipeline führt hier von Russland in die Ukraine. (Foto: wikipedia)

Ostendorff zufolge hat die Bundesregierung bisher auf eine entsprechende Kleine Anfrage des Abgeordneten nur ausweichend reagiert. In der Antwort auf die Kleine Anfrage heißt es, die Einhaltung der Emissionsgrenze sei "anspruchsvoll". Die Bedeutung der Pilot-Anfrage spiele die Regierung herunter. Mittels Pilot-Anfrage ist es der EU zufolge "gängige Praxis der Kommission, die Behörden der Mitgliedstaaten zu kontaktieren, um Informationen anzufordern bzw. zu Lösungen für Probleme und die Korrektur von Vertragsverletzungen zu gelangen."

Deutschland muss seine Ammoniak-Emissionen in diesem Jahr auf 550 Kilotonnen begrenzen. Die EU geht davon aus, dass Deutschland diese Höchstmenge allerdings um elf Prozent und damit rund 60,5 Kilotonnen übersteigen wird.

Ammoniak gilt als indirektes Treibhausgas, das die Bildung und Lebensdauer direkt klimawirksamer Gase fördert. Ammoniak trägt außerdem zur Versauerung der Böden bei. Zwei Prozent der Ammoniak-Emissionen tragen indirekt auch zum Klimawandel bei, weil es zum klimaschädigenden Lachgas umgewandelt wird. Die Treibhauswirksamkeit von Lachgas ist 298-mal so groß ist wie die von Kohlendioxid. Lachgas trägt auch zum Abbau der Ozonschicht bei.

klimaretter.info/jot

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