Umweltminister: Ab jetzt besser anpassen
Die Umweltminister Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens haben am Dienstag konkrete Entscheidungen bei der UN-Klimakonferenz Ende des Jahres im mexikanischen Cancún gefordert. "Für uns gibt es zu den Klimaverhandlungen unter dem Dach der Vereinten Nationen keine Alternative", erklärte Röttgen im Namen der drei Minister. Auch wenn andere Themen die weltpolitische Agenda derzeit stärker prägen, habe sich an der Dringlichkeit, im internationalen Klimaschutz zu handeln, nichts verändert.
Trafen sich, um Klimaschutzimpulse s´zu senden: der britische Umweltminister Chris Huhne, Bundesumweltminister Dr. Nobert Röttgen und der französische Umweltminister Jean-Louis Borloo. (von links nach rechts). (Foto:Thomas Trutschel / phototek.net)
Möglich seien Beschlüsse zu sofortigem praktischen Handeln bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels, zur Vermeidung von Emissionen durch Entwaldung sowie Vereinbarungen darüber, wie Klimaschutzanstrengungen von Staaten gemessen und überprüft werden könnten, erklärte Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) am Dienstag in Berlin. Ebenfalls erforderlich sei ein konkretes Arbeitsprogramm für die Zeit nach Cancún.
Röttgen war am Dienstag in Berlin mit dem französischen Umweltminister Jean-Luis Borloo und dem britischen Ressortchef Chris Huhne zusammengetroffen. Die drei Minister dringen darauf, dass die EU ihr Minderungsziel für Treibhausgase von 20 Prozent bis 2020 auf 30 Prozent verglichen mit dem Stand von 1990 anhebt. Dafür hatten sie sich bereits im Juli in einem gemeinsamen Artikel eingesetz
Die Klimakonferenz 2010 ist die letzte Chance, das Kyoto-Protokoll zu retten. Praktisch allerdings werden dem völkerrechtlich bindenden Vertrag aus dem Jahr 1997 seit dem Debakel von Kopenhagen keinerleich Chancen mehr eingeräumt. Die drei Minister begrüßten den Bericht des InterAcademy Councils zum Weltklimarat IPCC: Der Bericht hebe die hohe wissenschaftliche Qualität seiner Arbeit hervor. "Wir brauchen eine starke wissenschaftliche Basis. Nur so können wir den erheblichen Umgestaltungsprozess erfolgreich gestalten und in unseren Volkswirtschaften Beschäftigung und Entwicklungsperspektiven schaffen", sagte Röttgen.
klimaretter.info/reni
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