NRW gegen früheres Kohle-Aus
Nordrhein-Westfalen will kein früheres Aus für Kohle. Die rot-grüne Landesregierung forderte die Bundesregierung auf, sich gegen entsprechende Pläne der Europäischen Kommission einzusetzen. Neben der Landesregierung beteiligten sich auch vier der fünf Parlamentsfraktionen an der Erklärung.

Kohlekraftwerksneubau in Hamm - NRW-SPD will Kohlekraftwerke nicht früher vom Netz nehmen. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) und die Fraktionschefs von SPD, CDU, Grünen und der Linken warnten nun davor, dass der Kommissionsbeschluss mehrere tausend Bergleute arbeitslos mache. Die FDP-Fraktion stimmte der Erklärung nicht zu. Fraktionschef Gerhard Papke sprach von "Durchhalteparolen statt Gestaltungspolitik".
Die EU-Kommission hatte Mitte Juli vorgeschlagen, unrentable Steinkohlebergwerke schon bis Oktober 2014 zu schließen. Ab dann dürfen sie staatliche Subventionen nur noch erhalten, wenn ein verbindlicher Plan zur Stilllegung vorliegt. Mit diesem Vorschlag wäre die Ausstiegsfrist aus Kohlesubventionen um vier Jahre kürzer als beim Kohlekompromiss der Bundesregierung von 2007. Damit waren Subventionen für den heimischen Steinkohleabbau bis 2018 sichergestellt.
klimaretter.info/jot
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 09 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Rezension
Die Übermacht der fossilen Industrie In Bonn wird auf der UN-Frühjahrstagung gerade wieder über das Klima verhandelt. Ein umweltverträglicher Kapitalismus ist jedoch nicht abzusehen. Aber auch die Kritiker tun sich schwer - ihnen fehlen die Alternativen. Eine Rezension von Felix Werdermann [mehr...]
Meinungen: Standpunkte
"Altmaier muss die Energiewende retten" Nun ist es amtlich: Der Bundespräsident hat Norbert Röttgen (CDU) entlassen und Peter Altmaier (CDU) seine Ernennungsurkunde zum Umweltminister überreicht. Dass Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nun einen ihrer engsten Vertrauten für das Projekt Energiewende ins Rennen schickt, ist wichtig für die Kontiunität der Energiewende und für das Kräftespiel zwischen Wirtschafts- und Umweltministerium, findet klimaretter.info-Herausgeber Gero Lücking. [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Deutsche Stahlwirtschaft: Pure Panikmache
DB mobil, die Kundenzeitschrift der Bahn, ist eine honorige Publikation. Erstens beträgt ihre Auflage mehr als 500.000 Stück, nur wenige Magazine bewegen sich in diesen Größenordnungen. Zweitens ist die Zeitschrift gut gemacht. Im Maiheft geht es beispielsweise um Elektromobilität, die[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Umweltverbände warnen vor einer neuen "Lex Eon" durch ein Zielabweichungsverfahren
Die SPD-Landesvorstand spricht sich gegen Koalition mit Rüttgers CDU ab. Kraft lehnt sowohl Minderheitenregierung als auch Neuwahlen ab
Große Koalition, Minderheitenregierung oder Neuwahlen: In Nordrhein-Westfalen sind auch die Gespräche von SPD, FDP und Grünen über eine Ampelkoalition gescheitert.
Kanzlerin Angela Merkel (CDU) dementiert, zwar, man habe sich bereits auf eine Verlängerung der Akw-Laufzeiten um mindestens zehn Jahre geeinigt, hält jedoch eine zehn bis 15 Jahre für "vernünftig". Das Wirtschaftsministeirum "übersetzt" auf mindestens zwölf Jahre längere Laufzeiten, während sich das Umweltministerium mit Aussagen zurückhält. SPD-Chef Sigmar Gabriel kritisiert die "knallharte Lobby-Politik" der Kanzlerin.
Die größte Demo des Jahres: In Berlin haben mehrere zehntausend Menschen gegen die Energiepolitik der Regierung demonstriert. Sie besetzten Brücken, umzingelten das Regierungsviertel und zogen vor das Kanzleramt. Und kündigten noch mehr Widerstand an, falls die Regierung Merkel tatsächlich die Laufzeiten der Atomkraftwerke verlängert.
Der Bundestag debattierte am Donnerstag über den Klimaschutz. Drei Anträge aus den Oppositionsfraktionen für ein Klimaschutzgesetz lagen vor. Alle drei wurden mit den Stimmen von Union und FDP abgelehnt - ihnen ist ihr Energiekonzept Klimaschutz genug. Die Opposition wartet noch immer darauf, dass Marie-Luise Dött ihre klimaskeptischen Aussagen zurücknimmt.
Nach Sondierungsgesprächen zeigen sich SPD, Grüne und FPD offen für Ampel. Klimapolitik wird erst beim nächsten Treffen am Donnerstag diskutiert
Der Bundesumweltminister will Pläne zur Kürzung der EEG-Umlage am Donnerstag gemeinsam mit der Solar-Branche vorstellen
Nach dem Bundestagsbeschluss zur Verlängerung der Atom-Laufzeiten droht eine Klagewelle: Sowohl die SPD-geführten Bundesländer als auch Umweltorganisationen wollen vor dem Bundesverfassungsgericht klagen. Und die Stadtwerke wollen eine Kartellbeschwerde bei der EU-Kommission einreichen. Von Nick Reimer
Lautstarke Proteste gegen die angestrebte Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken. Stefan Mappus hält die bundesdeutsche Atompolitik für eine "grandiose Fehlleistung". Der Rückbau der Atomkraftwerke kostet den Bund über Jahrzehnte hinaus mehrere Milliarden Euro
Am heutigen Montag konstituiert sich die Enquete-Kommission des Deutschen Bundestags "Wachstum, Wohlstand, Lebensqualität. Klimaretter.info sprach mit Kommissions-Mitglied und SPD-Vordenker Michael Müller.
Die grün-rote Landesregierung in Baden-Württemberg will vorerst keine weiteren Straßen neu bauen. Die Industrie- und Handelskammern sind empört. Dabei ist die Politik des grünen Verkehrsministers keinesfalls autofeindlich.
Heute wird das schwarz-gelbe Energiekonzept Deutschlands beschlossen. Der 38-seitige Entwurfs des Energiekonzepts ist mittlerweile auf mehr als 50 Seiten angewachsen. "Mehr" steckt deswegen allerdings kaum drin in der Weichenstellung bis ins Jahr 2050: Ausnahmeregelungen, Prüfanträge und andere Änderungen machen aus der "Energierevolution" eine Mogelpackung. Aus Berlin Johanna Treblin
Grüne und SPD in Nordrhein-Westfalen wollen die "Lex Eon" wieder rückgängig machen und ein Klimaschutzgesetz beschließen. Das Umweltministerium trägt den Klimaschutz künftig im Namen
Die NRW-Landesregierung hat die Eckpunkte für ein Klimaschutzgesetz verabschiedet. Treibhausgasemissionen sollen bis 2050 um 80 bis 95 Prozent sinken



