Berlin will 100 Prozent Erneuerbare
In 40 Jahren kommt 100 Prozent des Energiebedarfs in Berlin aus regenerativen Quellen, sagt Umweltsenatorin Katrin Lompscher (Linke) in der taz. Der rot-rote Senat wolle noch in diesem Jahr ein Klimaschutzgesetz verabschieden und bis 2050 die Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu 1990 um 85 Prozent reduzieren.

Das bisher einzige Berliner Windrad im Bezirk Pankow im Bau. Seit Juli 2008 ist es in Betrieb. (Foto: Umweltplan)
Berlin will laut Lompscher den Energiebedarf des Gebäudebestands drastisch reduzieren. "Es wird neue Technologien für städtische Windkraftnutzung geben, die man auch auf den Dächern sehen wird", sagte die Umweltsenatorin im taz-Interview. Es solle in Berlin auch mehr als ein Windrad stehen. "Und wir werden endlich einen vernünftigen Einsatz von Geothermie haben."
Seit mehr als einem Jahr versucht Katrin Lompscher, ein Klimaschutzgesetz durchzusetzen. Bisher hieß es, dass darin lediglich bis 2020 Einsparziele formuliert werden sollten. Die Kohlendioxidemissionen sollten um 40 Prozent gesenkt werden. Der Entwurf ist auch innerhalb der Koalition umstritten. Viele Abgeordnete fürchten beispielsweise wegen der Modernisierungsumlage steigende Mieten.
Die aktuellen Forderungen von Lompscher kommen für die Opposition reichlich spät. "Das Problem ist, dass das Ziel noch kein Senatsbeschluss ist", sagte Ramona Pop, Grünen-Fraktionsvorsitzende im Berliner Senat. Die 85 Prozent Emissionsreduktion sei absolutes Minimum. "Will man die zwei Grad Erwärmung nicht überschreiten, muss man eine Reduktion von 90 bis 95 Prozent anstreben."klimaretter.info/jot
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