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Malediven wollen vorangehen

Äthiopien, Samoa, die Marshall Inseln, Antigua & Barbuda, Samoa, die Malediven und Costa Rica wollen ihren Kohlendioxid-Ausstoß deutlich senken beziehungsweise bis 2025 klimaneutral werden. Die sogenannte "Cartagena Gruppe" hatte am Wochenende auf den Malediven getagt, um eine gemeinsame Position für die UN-Klimaverhandlungen zu diskutieren. "Wenn diejenigen, die am wenigsten haben, am meisten tun, bedeutet das, dass jeder seine Ziele steigern kann", sagte der Präsident der Malediven Mohammed Nasheed am Montag.

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Protest auf den Malediven: Inselstaaten sind von den Folgen des Klimawandels besonders bedroht. Steigende Meeresspiegel zerstören die Küsten könnten die Inseln vollständig äberschwemmen. (Foto: Greenpeace/Ardiles Rante)

Äthiopien, eines der ärmsten Länder des afrikanischen Kontinents, will bis 2025 klimaneutral sein, die Pazifikinseln Samoa und Malediven bereits 2020, Costa Rica peilt CO2-Neutralität für 2021 an. Die Karibikinseln Antigua & Barbuda wollen ihren Treibhausgas-Ausstoß bis 2020 um 25 Prozent unter den Stand von 1990 drücken und die Marshall-Inseln ihre Emissionen im gleichen Zeitraum um 40 Prozent unter den Stand von 2009 bringen. Dafür wollen sie auf fossile Energien weitestgehend verzichten und stattdessen erneuerbare Energien nutzen. Sie sehen darin außer in den Wirkungen für den Klimaschutz auch ökonomische Vorteile wie den Verzicht auf den Import von Erdöl oder Kohle.

Diese Entwicklungsländer würden dies sowohl aus ökonomischen als auch aus Sicherheitsgründen tun, sagte Nasheed: "Ich kann nicht akzeptieren, dass die Malediven untergehen sollen, während andere Länder weiter die Luft verschmutzen dürfen. Kohlendioxid-Reduktionen sollten nicht als "Last" betrachtet werden sollen, sondern als "eine der größten wirtschaftlichen Möglichkeiten seit der Industriellen Revolution".

Kleine Insel- und Küstenstaaten sind von den Folgen des Klimawandels besonders bedroht. Steigende Meeresspiegel könnten die Existenzgrundlage der Menschen in kurzer Zeit fortspülen und ganze Inseln vollständig im Meer versinken. Daher engagieren sie sich besonders, um Erfolge auf den Klimakonferenzen zu erzielen.

Die nächste Verhandlungsrunde auf dem Weg zum nächsten Weltklimagipfel in Mexiko findet vom 2. bis 6. August in Bonn statt - erstmals übrigens unter der Führung des Costa Ricanerin Christiana Figueres, die den Niederländer Yvo de Boer im Juli als UN-Klimachefin abgelöst hatte.

klimaretter.info/sima

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