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EU-Umweltminister für 30 Prozent-Ziel

Die Umweltminister Deutschlands, Frankreichs und Englands haben sich für ein strengeres Klimaschutzziel der Europäischen Union ausgesprochen. Norbert Röttgen, Jean-Louis Borloo und Chris Huhne fordern in einem Gastbeitrag in Financial Times und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die Emissionen EU-weit bis 2020 nicht um 20 sondern 30 Prozent zu verringern. 

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Norbert Röttgen will Kohlendioxid-Reduktion um 30 Prozent in der EU. (Foto: Sieber)

Um global konkurrenzfähig zu bleiben, müsse Europa eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung einer klimaschonenden Wirtschaft spielen, heißt es in dem Gastkommentar. 30 Prozent seien notwendig, um den globalen Temperaturanstieg auf zwei Grad zu begrenzen.

Aktuell sieht die EU eine Emissionsreduktion um 20 Prozent gegenüber 1990 vor. "Dieses Ziel ist unzureichend", schreiben die Minister. Durch die Wirtschaftskrise sind die Emissionen in der EU im Jahr 2009 um elf Prozent gegenüber dem Vorjahr gesunken. "Dadurch ist der Kohlenstoffpreis nun viel zu niedrig, um als Anreiz für nennenswerte Investitionen in grüne Jobs und Technologien zu dienen", schreiben Röttgen und Co.

Klimakommissarin Connie Hedegaard nannte die Forderung der Umweltminister einen "interessanten Beitrag zur Debatte". Im Mai hatte Hedegaard eine Analyse der Europäischen Kommission vorgelegt, die Kosten für ein 30-Prozent-Ziel sind demnach durch den krisenbedingen Emissionsrückgang erheblich gesunken. Statt jährlich 70 Milliarden Euro würde der Umbau ein Drittel weniger und damit 48 Milliarden Euro kosten. Klimakommissarin Connie Hedegaard hatte sich nach Veröffentlichung dieser Zahlen zunächst für die 30 Prozent ausgesprochen, musste dann jedoch wieder einen Rückzieher machen. "Unmittelbare Priorität" habe die Überwindung der Euro-Krise – und die Mehrkosten würden den Wirtschaftsaufschwung gefährden.

klimaretter.info/jot

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