20 Millionen zur Klimarettung
Das Bundesumweltministerium und die KfW Entwicklungsbank haben den Startschuss zum Aufbau eines globalen Klimaschutzfonds gegeben. Wie das Umweltministerium mitteilte, soll der Fonds kleine und mittlere Unternehmen sowie private Haushalte in Entwicklungs- und Schwellenländern fördern, wenn sie in Energieeffizienz oder erneuerbare Energien investieren. Ausgestattet wird der Fonds mit 100 Millionen Dollar - geplant ist, dass er in den kommenden fünf Jahren zusätzlich viermal so viele Mittel aus dem Privatsektor mobilisiert. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU): "Damit gelingt es, durch den intelligenten Einsatz vergleichsweise geringer Haushaltsmittel insgesamt erhebliches Kapital für den internationalen Klimaschutz zu mobilisieren."

Hier könnte der neue Fonds zum Einsatz kommen: Straßenszene in Hanoi, der Hauptstadt Vietnams. (Foto: Reimer)
Tatsächlich ist das Engagement des Umweltministeriums gemessen an der Aufgabe "vergleichsweise gering": Lediglich 20 Millionen Euro kommen aus dem Hause Röttgen. "Das Bundesumweltministerium hätte gern mehr Geld in den Fonds eingesetzt", erklärte ein Mitarbeiter der KfW gegenüber wir-klimaretter.de. Röttgen sei allerdings am Veto aus dem Finanzministerium gescheitert. Das Geld stammt aus der 2008 von Sigmar Gabriel ins Leben gerufene "Internationalen Klimaschutzinitiative".
Im Prinzip soll der Fonds Investitionsrisiken übernehmen, die etwa in den Schwellenländern bestehen. Schwerpunktmäßig soll er in solchen Ländern aktiv sein, die bereits heute über eine bedeutende industrielle Basis und eine starke Bevölkerung verfügen: Brasilien, Chile, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Marokko, Philippinen, Südafrika, Tunesien, die Türkei, die Ukraine und Vietnam.
© klimaretter.info/reni
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