Obama reist erneut an den Golf von Mexiko
Die US-Regierung will von Ölkonzern BP nach einem Bericht der NBC offenbar die Einrichtung eines Treuhandfonds fordern, um Entschädigungszahlen in Milliardenhöhe zu gewährleisten und unabhängig zu verwalten. "Wir wollen sichergehen, dass genügend Geld hinterlegt wird, um für legitime Forderungen aufzukommen", sagte ein Regierungsberater. BP berichtet am Montag, die Ölpest im Golf von Mexiko habe den Konzern bislang rund 1,6 Milliarden US-Dollar gekostet. Der Vorstand des Unternehmens will heute darüber beraten, die Dividende für Aktionäre auszusetzen.

Der Druck auf den Präsidenten wächst: Obama zeigt sich zum vierten Mal an der Küste. (Foto: Weißes Haus)
US-Präsident Barack Obama reist am Montag und Dienstag zum vierten Mal an den Golf von Mexiko, um sich vor Ort ein Bild der Lage zu machen. Diesmal stehen erstmals auch die betroffenen Bundesstaaten Mississippi, Alabama und Florida auf dem Programm des Präsidenten. Für Dienstag hat Obama zudem eine Rede an die Nation über die Folgen der Ölpest angekündigt. Im Zuge des Unglücks im Golf von Mexiko bekommt auch das Image des US-Präsidenten zunehmend Kratzer. Was seitens des Präsidenten bereits zu harschen Unmutsäußerungen gegenüber BP geführt hatte. Für Mittwoch hat Obama die BP-Spitze zum Rapport ins Weiße Haus zitiert.
Auch Chevron, ExxonMobile, Shell und ConocoPhillips gehen nach einem Bericht der Financial Times zunehmend auf Distanz von BP: Die Ölkatastrophe sei "vermeidbar" gewesen, sagte etwa Chevron Chef Johan Watson am Montag. Die Konzerne bohren ebenfalls im Golf von Mexiko und wollen das auch künftig tun. Was nach Ansicht von Chevron auch kein Problem sein dürfte. Man verfüge über ein "ordentliches" Sicherungssystem.
© wir-klimaretter.de/sam
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