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Emissionshandel bald auch in Japan

Die neue Regierung in Japan möchte spätestens Anfang 2012 den Emissionshandel einführen. Das sagte Premierminister Yukio Hatoyama der Zeitung „Nikkei". Die japanischen Firmen sollen wie in der Europäischen Union Verschmutzungsrechte zugeteilt bekommen, die sie dann frei tauschen dürfen.

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Das war früher: Klimaaktivisten protestieren gegen die Politik des damaligen Regierungspräsidenten Taro Aso. (Foto: Messina) 

Mit dieser Maßnahme möchte die Regierung ihre Klimaschutzziele erreichen: Bis zum Jahr 2020 sollen der Ausstoß von Treibhausgasen um 25 Prozent gegenüber dem Jahr 1990 reduziert werden. Hatoyamas Vorgänger Taro Aso hatte gerade mal acht Prozent Reduktion angestrebt.

Mit dem Emissionshandel soll auch die japanische Wirtschaft in dem Kampf gegen den Klimawandel einbezogen werden. Umweltminister Sakihito Ozawa sagte, man wolle die Konzerne von den Vorteilen überzeugen, auf erneuerbare Energien zu setzen. „Ich möchte ein Modell skizzieren, das zeigt, dass der Klimawandel nicht notwendigerweise etwas Schlechtes für die Konjunktur sein muss, sondern eher ein Wachstumstreiber sein könnte", wird er von der Nachrichtenagentur Reuters zitiert.

Klima-Hilfen für arme Länder angekündigt

Dass Japan nun sehr ehrgeizige Reduktionsziele verfolgt, liegt auch daran, dass das Land bei den anstehenden Klimaverhandlungen eine größere Rolle spielen möchte. Außerdem hat Japan finanzielle Unterstützung für Entwicklungsländer angekündigt. Damit könnte Schwung in die stockenden Verhandlungen um ein globales Klimaschutzabkommen kommen, das im Dezember in Kopenhagen beschlossen werden soll.

Die Entwicklungsländer weigern sich bislang, Treibhausgasreduktionen zu versprechen, bevor nicht geklärt ist, wer die Kosten dafür trägt. Die Industriestaaten jedoch zögern mit konkreten Finanzierungszusagen. Vor anderthalb Wochen hatte die EU-Kommission Finanzhilfen in Höhe von bis zu 15 Milliarden Euro jährlich in Aussicht gestellt. Doch die tatsächliche Höhe bleibt sehr vage, außerdem ist ungeklärt, ob die EU-Mitgliedsstaaten den Vorschlag mittragen.

Konkrete Zahlen sind auch aus Japan nicht bekannt. Die genauen Vorhaben sollen in dieser Woche auf der Vollversammlung der Vereinten Nationen vorgestellt werden. Umweltminister Ozawa: „Jeder sollte große Hoffnungen darin setzen."

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