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Trump versteht Klimawandel nicht

Selbst im Urlaub kann es US-Präsident Donald Trump nicht lassen. Während er im sonnigen, 24 Grad warmen Florida residierte, musste er den Kälteeinbruch im Nordosten der USA kommentieren. Aus der Kleinstadt International Falls nahe der Grenze zu Kanada wurden diese Woche minus 38 Grad Celsius gemeldet.

BildMann der einfachen Gedankengänge: US-Präsident Donald Trump. (Foto: Ninian Reed/​Flickr)

Daraufhin twitterte Trump: "Im Osten könnte es der kälteste Silvesterabend aller Zeiten werden, der jemals registriert wurde. Vielleicht könnten wir ein bisschen von dem guten alten Treibhauseffekt gebrauchen, für den unser Land, im Gegensatz zu anderen Ländern, Billiarden an Dollar zahlen musste, um sich dagegen zu schützen. Zieht euch warm an!"

Mit dem Witz suggeriert Trump, dass der Klimawandel nur Fake News sei, man könne es doch an International Falls sehen. Allerdings zeigt Trump damit erneut nur seine schlichten Gedankengänge. Eisige Temperaturen sind in der Kleinstadt an der Grenze zu Kanada nichts Ungewöhnliches, gilt sie doch als Kältekammer der USA. Vor allem hat dem US-Präsidenten offenbar noch niemand den Unterschied zwischen Wetter und Klima erklärt. Ein paar strenge Wintertage in einem bestimmten Ort müssen nicht unbedingt etwas mit dem Klima zu tun haben, das sich nur statistisch in Zeiträumen von 30 Jahren erfassen lässt und viele Ausschläge nach oben und unten beinhaltet.

Schon deshalb lässt sich mit den Rekord-Minustemperaturen im US-Nordosten keinesfalls der Klimawandel widerlegen. Im Gegenteil: Extreme Kälte-Ausschläge an manchen Orten passen Klimaforschern zufolge durchaus zu dem, was die Klimamodelle voraussagen.

klimaretter.info/bra

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