"Jamaika": Kohleausstieg in den 30ern

Armin Laschet, der für die CDU in den "Jamaika"-Gesprächen die Themen Energie und Klima verhandelt, hat einen möglichen Kohleausstieg in den 2030er Jahren ins Spiel gebracht. In einem Interview mit dem britischen Onlinemagazin Climate Home News sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident, Deutschland könne innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte die Kohleverstromung beenden.

BildTagebau Garzweiler in Nordrhein-Westfalen mit den RWE-Kraftwerken Frimmersdorf und Neurath. (Foto: Bert Kaufmann/​Flickr)

Auf ein festes Ausstiegsdatum will sich Laschet zwar nicht festlegen. Mit seinem Vorschlag geht der CDU-Politiker jedoch auf die Grünen zu, die zunächst das Jahr 2030 als Enddatum für die Kohle gefordert hatten. Diese Forderung hatten die Grünen vergangene Woche abgeräumt und als Kompromiss lediglich ein klares Bekenntnis zur Emissionsreduktion verlangt.

Am heutigen Sonntag geht es in den Sondierungsgesprächen auch um Klima und Energie. Dort hatte sich bislang keine Einigung abgezeichnet. Laschets Äußerungen könnten nun Bewegung in die Verhandlungen bringen.

Für sein eigenes Bundesland Nordrhein-Westfalen, das nach wie vor stark von der Kohle geprägt ist, kann sich Laschet laut Bericht sogar ein Ende des Braunkohletagebaus zu Beginn der 2030er Jahre vorstellen. Bislang ist geplant, dass erst 2045 Schluss sein soll.

Am kommenden Donnerstag sollen die Sondierungsgespräche abgeschlossen sein.

klimaretter.info/vk

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