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Brasilien stoppt Rodungsfreigabe

Das brasilianische Renca-Schutzgebiet im Amazonas-Regenwald bleibt auf Antrag des Energieministeriums des Landes vorerst bestehen, wie lokale Medien berichten. Brasiliens Präsident Michel Temer hatte den Schutzstatus Ende August per Dekret aufgehoben, um es Unternehmen zu ermöglichen, auf dem Gebiet Rohstoffe wie Gold, Kupfer und Eisenerz zu fördern. Das fragliche Gebiet ist in etwa so groß wie Dänemark.

BildIn Brasilien wurde zuletzt wieder mehr Regenwald gerodet. (Foto: Lubasi/​Flickr)

Im In- und Ausland hatten Umwelt- und Klimaschützer protestiert: Regenwald speichert schließlich Kohlenstoff und ist somit für den Klimaschutz wichtig. Außerdem dient er als Lebensraum für zahlreiche Arten, zum Beispiel auch für den Menschen. Mehrere Indigenen-Gebiete liegen im Renca-Areal.

Ohnehin hatte Temer wohl nicht die Befugnis, den Schutzstatus einfach aufzuheben. Wenige Tage nachdem der Präsident sein Dekret erlassen hatte, erklärte ein Gericht es für ungültig. Die Regierung könne über eine solche Freigabe nicht selbst bestimmen – das sei Sache des Parlaments.

Die illegale Abholzung im Amazonasbecken hatte zuletzt sprunghaft zugenommen. Zwischen August 2015 und Juli 2016 wurden knapp 8.000 Quadratkilometer brasilianischer Regenwald vernichtet. Das sind 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum und ein Plus von 75 Prozent gegenüber 2012. Damals hatte die Entwaldung einen historischen Tiefstand erreicht.

klimaretter.info/scz

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