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Schulz übernimmt SPD-Vorsitz

Der Europäer, der Aufsteiger, der Sozialreformer alter Schule: Martin Schulz hat heute auf dem SPD-Parteitag in Berlin den Vorsitz der Partei übernommen. Er erhielt 100 Prozent der gültigen Stimmen – mit so viel Zustimmung hat bisher noch kein SPD-Parteichef seinen Posten angetreten. Ob der Kanzlerkandidat auch "der Öko" unter den Sozialdemokraten ist, ist schwer zu sagen. Über Schulz' Ansichten zu Klima- und Umweltschutz ist kaum etwas bekannt.

BildSigmar Gabriel (rechts) hat den SPD-Vorsitz an Martin Schulz übergeben. (Foto: Screenshot/​Livestream)

Die bloße Mitgliedschaft in der SPD gibt da kaum Aufschluss, denn die Partei ist beispielseise in Sachen Kohleausstieg seit Jahren gespalten. Schulz' Vorgänger als SPD-Chef, der frühere Energie- und jetzige Außenminister Sigmar Gabriel, sperrt sich dagegen. Eine kleine Gruppe, zu der Umweltministerin Barbara Hendricks gehört, will hingegen immer wieder ein Ausstiegsjahr festlegen.

Umweltschützern stößt das Schweigen zu ökologischen Fragen auf. "Martin Schulz spricht viel von sozialer Gerechtigkeit, aber schweigt zu einer ihrer Grundvoraussetzungen, dem Klimaschutz", sagte Karsten Smid von Greenpeace. "Ein wohlhabendes Industrieland wie Deutschland muss einen fairen Beitrag leisten, um Millionen ärmerer Menschen vor den immer deutlicher werdenden Folgen der Klimakatastrophe zu schützen."

Lese-Tipp: klimaretter.info-Mitherausgeber Michael Müller, Chef der Naturfreunde und Energiewende-Vordenker der SPD, hat seinen neuen Parteichef gefragt, wie er es mit dem Klima hält. Die Antwort lesen Sie hier.

klimaretter.info/scz

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