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Trump schockt mit Klima-"Hexenjagd"

Donald Trumps sogenanntes Transition Team sorgt erneut für negatives Aufsehen. Die Mannschaft, die die Übernahme der Regierungsgeschäfte vorbereiten soll, hatte das Department of Energy (DOE) aufgefordert, die Namen von Mitarbeitern zu nennen, die in den vergangenen fünf Jahren an UN-Klimakonferenzen teilgenommen haben. Das Energieministerium weigert sich jedoch, dem nachzukommen. Politiker der Demokraten sprechen von einer "Hexenjagd", die an die McCarthy-Ära erinnere. Nun hat Trumps Team erklärt, die Anfrage gehe auf das Konto eines einzelnen Mitarbeiters und sei "nicht offiziell abgesegnet" gewesen. Der Mitarbeiter sei entsprechend "belehrt" worden.

BildIm James V. Forrestal Building in Washington sitzt das US-Energieministerium. Seit 2008 gibt es eine Solaranlage auf dem Dach. Der nicht unumstrittene Architekturstil des Gebäudes wird übrigens "Brutalismus" genannt. (Foto: Tim1965/​Wikimedia Commons)

Die Aufforderung, Namen zu nennen, war Teil eines Fragebogens, der an das DOE geschickt worden war. Er umfasst mehr als 60 Fragen. Sie zielen nicht nur darauf, Mitarbeiternamen preiszugeben. Das Energieministerium soll auch Vorschläge machen, wie sein Budget um zehn Prozent gekürzt werden könnte und wie die Behörde am besten dazu beitragen kann, dass Kohlekraftwerke nicht frühzeitig geschlossen werden. Etliche Fragen drehen sich auch um Yucca Mountain, einen Bergrücken in Nevada, der von den Republikanern als Endlagerstandort für hoch radioaktiven Atommüll favorisiert wird.

Nun gibt es Befürchtungen, auch in anderen Ministerien könne Ähnliches geschehen. Einige Demokraten planen, ein Portal für Whistleblower aufzubauen, um auf unethische oder illegale Praktiken hinzuweisen.

klimaretter.info/vk

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