Polen will weniger Klimaschutz

Mehr Klimaschutz ist mit der jetzigen polnischen Regierung nicht zu machen. Wie Medien berichten, hat das Kabinett in Warschau eine entsprechende Resolution verabschiedet. Schon die beschlossenen Klimaziele der EU würden große finanzielle Anstrengungen erfordern. Die polnische Regierung teilte mit, sie wolle sich dafür einsetzen, dass sich die EU auf die Umsetzung bereits verabschiedeter Klimaverpflichtungen konzentriert.

BildPolen erzeugt einen Großteil seines Stroms aus Kohle, hier im Braunkohlekraftwerk Turòw an der Grenze zu Deutschland und Tschechien. (Foto: Vondraussen/Wikimedia Commons)

Erst Anfang des Monats hatten Deutschland, Österreich, Portugal und Luxemburg mehr klimapolitisches Engagement von den Mitgliedsstaaten der EU gefordert. Die Umweltminister der vier Länder kritisierten die EU-Kommission dafür, dass sie bei den 2014 beschlossenen Zielen bleibt, obwohl das Einhalten der auf dem Paris-Gipfel vereinbarten Klimaziele striktere Vorgaben verlange.

Im Oktober 2014 hatten die EU-Staaten beschlossen, dass ihre die CO2-Emissionen bis 2030 um 40 Prozent im Vergleich zu 1990 sinken sollen. Ökoenergien sollen dann einen Anteil von 27 Prozent im europäischen Energiemix erreichen, die Energieeffizienz soll um 27 Prozent erhöht werden. Vor der Abschiedung der Ziele hatte Polen versucht, diese zu verwässern.

Polens Stromproduktion beruht vorwiegend auf der Verbrennung von Kohle. Derzeit sind neue Kohlekraftwerke mit einer Leistung von über 4.000 Megawatt im Bau, weil die bestehenden Kraftwerke inzwischen marode sind und der Energieverbrauch der Polen steigt.

klimaretter.info/kir

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