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Großbritannien erhöht Kohlendioxidpreis

Seit dem 1. April kostet der Ausstoß einer Tonne Kohlendioxid für Kraftwerksbeitreiber in Großbritannien etwa 30 Euro. Der gesetzlich festgelegte CO2-Sockelbetrag liegt bei 18 Pfund pro Tonne, umgerechnet zurzeit knapp 25 Euro. Hinzu kommt der Preis für ein Zertifikat aus dem europäischen Emissionshandel.

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Das britische Steinkohlekraftwerk Drax steht mit seinen Emissionen an sechster Stelle unter den europäischen Kraftwerken. (Foto:
Dave Pickersgill/geograph)

Eingeführt wurde der CO2-Mindestpreis 2013 in Großbritannien, weil die Emissionszertifikate im europäischen Emissionshandel so niedrig sind. Das politische Instrument sorgt dafür, dass der Preis für die Belastung der Atmosphäre mit einer Tonne Kohlendioxid ein bestimmtes Niveau nicht unterschreitet. Das soll Investoren Planungssicherheit und Anreiz bieten, in kohlendioxidarme Technologien zu investieren. Die Regierung erhofft sich von dem Instrument, dass es Gas gegenüber der Kohle konkurrenzfähiger macht und damit die Treibhausgasemissionen des Landes senkt.

Ursprünglich wollte die Regierung den Mindestpreis kontinuierlich erhöhen: von umgerechnet knapp 22 Euro im Jahr 2013 auf rund 96 Euro im Jahr 2030. Nun aber will sie den CO2-Preis zunächst bis 2020 auf dem jetzigen Niveau einfrieren. Die Steuer zeigte im vergangenen Jahr bereits Wirkung. Nach Daten der Regierung ging die Kohleverstromung auf ein Fünfjahrestief zurück. Analysten zufolge könnte das jetzige Preisniveau zur Abschaltung von Kohlekraftwerken noch in diesem Jahr führen.

klimaretter.info/em

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