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125 Staatenlenker kommen nach New York

Bisher haben 125 Staats- und Regierungschefs ihre Teilnahme an dem Klima-Sondergipfel am 23. September in New York zugesagt, zu dem UN-Generalsekretär Ban Ki Moon eingeladen hat. Das gab die Generalsekretärin des UN-Klimasekretariats, Christiana Figueres, am Mittwoch bekannt. Die Abwesenheit der Spitzenpolitiker aus China und Indien werde dabei den Stellenwert und die Ergebnisse des Gipfels nicht beeinträchtigen, sagte Figueres.

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UN-Klimachefin Christiana Figueres gab jetzt die Teilnahme von 125 Staatenlenkern beim Ban-Ki-Moon-Gipfel bekannt. (Foto: Susanne Ehlerding)

Chinas Staatspräsident Xi Jinping sowie der indische Premierminister Narendra Modi hatten ihre Teilnahme an dem Gipfel bereits abgesagt, während US-Präsident Barack Obama sowie zuletzt auch der britische Regierungschef David Cameron ihr Kommen zusagten. Trotz der Abwesenheit von Xi und Modi gehen die UN-Klimapolitiker davon aus, dass das Treffen das Zustandekommen eines neuen Konsenses darüber befördern wird, wie ein neues Klimaabkommen aussehen könnte.

Indiens Entscheidung, dass Premier Modi nicht zu dem sogenannten Ban-Ki-Moon-Gipfel fährt, wird damit begründet, dass der Gipfel nicht mit den regulären Klima-Verhandlungen verbunden sei. Außerdem werde Modi am 30. September ohnehin US-Präsident Barack Obama treffen und würde dann in der Woche nach dem Gipfeltermin "nichts zu tun haben".

Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Anfang September ihre Teilnahme am New Yorker Gipfel ebenfalls definitiv abgesagt hatte, warb gestern in Berlin für den Klimakiller Braunkohle. In einem Interview mit der Lausitzer Rundschau erklärte Merkel, Kohle und Erdgas würden so lange gebraucht, "wie wir unsere Stromversorgung noch nicht vollständig auf erneuerbare Energien umstellen können". Als Industrienation sei Deutschland auf eine "sichere Stromversorgung rund um die Uhr angewiesen". Merkel weiter: "Die Braunkohle leistet dazu auch wegen ihrer Verfügbarkeit einen wichtigen Beitrag." Die Stromproduktionskapazität der Braunkohlekraftwerke werde aber in den nächsten zehn Jahren von 21 Gigawatt auf 17,6 Gigawatt zurückgehen, zitierte Merkel die Bundesnetzagentur.

klimaretter.info/jst

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Alle Beiträge zum Ban-Ki-Moon-Gipfel finden Sie in unserem New-York-Dossier

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