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Rosneft bohrt mit Statoil in Norwegen

Der russische Erdölriese Rosneft hat bekannt gegeben, mit der Erkundung neuer Ölfelder in der norwegischen Barentssee zu beginnen. Zusammen mit dem norwegischen Staatskonzern Statoil will der weltgrößte Energiekonzern 400 Meter unter der Wasseroberfläche des arktischen Meeres bis zu 1.500 Meter tiefe Bohrungen starten. Fast zwei Milliarden Barrel Erdöl und Erdgas sollen dort zu fördern sein.

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Winterliche Eismeerküste am Varangerfjord in der Barentssee: Die Arktis wird wegen der Ölknappheit und des Klimawandels immer interessanter als Energiequelle. (Foto: Elmar78/Wikimedia Commons)

Aber: Rosneft steht auf der Sanktionenliste, welche die EU und die USA wegen der Ukraine-Krise aufgestellt haben, Norwegen hatte sich angeschlossen. Ein Gemeinschaftsprojekt mit Rosneft wäre deshalb eigentlich nicht mehr möglich – bestehende Kooperationen dürfen aber weitergeführt werden. Als solche geht das Projekt durch, da Rosneft sich die Rechte zum Bohren schon im vergangenen Jahr gesichtert hatte. Für Bohrungen in der Tiefsee oder der Arktis dürfen den Wirtschaftssanktionen entsprechend aber gar keine öffentlichen Gelder vom Westen nach Russland fließen.

Wenn es um wirklich große Zahlen geht, scheinen Rosneft und Moskau, aber auch ihre westlichen Geschäftspartner sich nicht von den Sanktionen beeindrucken zu lassen. Schon vor wenigen Tagen ließ der Kreml wissen, Russlands nördlichste Bohrung Universitetskaja-1 in der arktischen Karasee sei genehmigt. Das Projekt erfolgt zusammen mit dem größten US-Mineralölkonzern Exxon Mobil. Die Ausnahme von den verhängten Sanktionen bezeichnete Russlands Präsident Wladimir Putin als "gesunden Menschenverstand".

klimaretter.info/scz

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