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Merkel will Klimaschutz in der G 7

Die Bundesregierung  will während ihrer G-7-Präsidentschaft den internationalen Klimaschutz voranbringen. "Deutschland wird Frankreich als Gastgeber bei der Klimakonferenz stark unterstützen", sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Samstag in ihrer wöchentlichen Video-Botschaft. In Paris soll auf der 21. Weltklimakonferenz im Dezember 2015 ein neuer Weltklimavertrag verabschiedet werden, der erstmals alle Staaten der Welt mit Reduktionspflichten belegt. Allerdings hatte Merkel eine wichtige Vorbereitungs-Konferenz für das Paris-Abkommen abgesagt.

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Angela Merkel kündigt an: Deutschland will Klimaschutz auf die G-7-Agenda setzen. (Foto: Guido Bergmann/bundesregierung.de) 

UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hatte alle Staats- und Regierungschefs an den UN-Sitz nach New York geladen, um mit "mit Ehrgeiz und Verantwortung" das Klimaproblem zu lösen. Die Staatenlenker sollten auf den Tisch legen, was ihr Land im Kampf gegen die Erderwärmung zu tun bereit ist. Doch im Mai sagte Merkel ihre Teilnahme am Ban-Ki-Moon-Gipfel ab.

Wegen der Sanktionen gegen Russland durch die Ukraine-Krise ist aus der G8, der Gemeinschaft der acht größten Wirtschaftsnationen, wieder die G 7 geworden, Deutschland hatte deshalb anstelle von Russland am 1. Juli die G-7-Präsidentschaft übernommen. In einem Jahr ist ein G-7-Gipfel im oberbayerischen Schloss Elmau geplant. Zu den G-7-Ländern zählen die USA, Kanada, Japan, Großbritannien, Frankreich, Italien und Deutschland. Merkel kündigte an, einen Schwerpunkt "auf nachhaltiges Wirtschaften, verbunden auch mit Fragen der Lebensqualität" in den Verhandlungen setzen zu wollen.

Greenpeace-Klimaexperte Martin Kaiser begrüßte Merkels Ankündigung, forderte allerdings Taten: "Die Kanzlerin und ihr Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel können schon einen ersten wichtigen Schritt gehen. Noch immer finanziert das Energiewendeland Deutschland über die KfW-Bank und Hermes-Bürgschaften schmutzige Kohlekraftwerke im Ausland. Länder wie die USA und Großbritannien haben dies bereits gestoppt. Jetzt muss auch die Bundesregierung aus der Kohlefinanzierung aussteigen."

klimaretter.info/reni

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