Anzeige

Backloading so gut wie beschlossen

Der zeitweisen Stilllegung von 900 Millionen CO2-Zertifikaten im Europäischen Emissionshandel steht nichts mehr im Wege. Wie am Dienstag bekannt wurde, haben sich die EU-Kommission, das Europäische Parlament und die EU-Mitgliedsstaaten informell darauf geeinigt, dass keine weiteren Verhandlungen über das "Backloading" nötig sind. 

Bild
Auch mit dem Backloading bleibt der CO2-Ausstoß für die Konzerne zu billig. (Foto:
Paul Langrock)

Die Entscheidung fiel im sogenannten Trilog-Verfahren, bei dem alle drei Instanzen zustimmen müssen. Für den 13. Dezember steht noch die formale Zustimmung des Ministerrates an, in dem die Mitgliedsstaaten vertreten sind. Die meisten Staaten, darunter auch Deutschland, hatten sich bereits am vergangenen Freitag auf einer Sitzung des Ausschusses der Ständigen Vertreter für die Regelung ausgesprochen.

Mit der zeitweisen Stilllegung der 900 Millionen Zertifikate soll das immense Überangebot an Verschmutzungsrechten im europäischen Emissionshandel zumindest zeitweise reduziert und so der Preis für CO2 stabilisiert werden. Experten gehen jedoch davon aus, dass das Backloading nicht allzu viel bringen wird. Nach Angaben von EU-Klimakommissarin Connie Hedegaard gibt es einen Überschuss von fast zwei Milliarden Zertifikaten. Eine grundlegende Reform des Emissionshandels wäre nötig, um die Industrie zu mehr Investitionen in Klimaschutzmaßnahmen zu zwingen.

klimaretter.info/em

[Erklärung]  
blog comments powered by Disqus

Anzeige

Anzeige

Kolumnen

Alle Kolumnen lesen
Alle Herausgeber-Interviews lesen